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H.W. Gerhard [Gerhard Wartenberg] – Georges Sorel, der Theoretiker des Syndikalismus (1931)

Von Georges Sorel, dem Theoretiker des französischen Syndikalismus sind in den letzten Jahren zwei Werke deutsch erschienen: ‚Über die Gewalt’ (Verlag Wagner, Innsbruck 1928, 885 S., Preis Brosch. 9 M., geb. 12 M.) und die ‚Auflösung des Marxismus’ (Verlag Gustav Fischer, Jena 1930, 72 S., Preis 4 M.)

Der Titel ‚Auflösung des Marxismus’ erinnert etwas an Marxistentöterei, soll aber mehr Weiterentwicklung des erstarrten Dogmas bedeuten, denn Sorel anerkennt durchaus die großen Leistungen von Marx und Engels und fasst den Syndikalismus gerade auf als den reinen Marxismus, der nichts weiter sei als die Lehre des Klassenkampfes.
Im Vorwort verteidigt Sorel zunächst Marx gegen die unzulänglichen Angriffe der bürgerlichen Professoren, wendet sich aber dann gegen engstirnige Auslegungen wie die von Lafargue und gegen unfruchtbare Popularisierungen wie die von Kautsky. Dagegen verspricht er sich viel von durchdachter Weiterentwicklung, wie sie Bernstein 1896 versucht hatte, ohne dessen Reformismus zu teilen.
Sorel knüpft an die Bernsteinsche Auffassung an, in dem er zeigt, dass der Marxismus zwei entgegengesetzte Bestandteile aufgenommen hat oder mit ihnen in Beziehung steht: den Utopismus und den Blanquismus. Während aber der Reformist Bernstein diese Unterscheidung trifft, um dem blanquistischen, revolutionären Element den Prozeß zu machen, zeigt Sorel in seiner geistreichen, gut dokumentierten Weise, dass weder der Utopismus noch der Blanquismus mit dem Marxismus notwendig verbunden sind, sondern dass beide zu bürgerlichen Konsequenzen führen: der Utopismus, weil er zu sozialer Quacksalberei, vergeblichen Experimenten und allerhand Reformen führe, die den Kapitalismus nicht beseitigen können (Gewinnbeteiligung, Konsumvereine usw.), der Blanquismus, weil er eine neutralistische Partei mit einem revolutionären Generalstab bedeute, der sich später zum euren Herrn ausschwinge (Jakobinismus).
Nun taucht selbstverständlich die Frage auf, was denn vom Sozialismus übrig bleibe, wenn man die sozialen Phantasien und die politische Revolution streiche? Sorel antwortet und versucht nachzuweisen, daß er sich dabei in Übereinstimmung mit dem Kern des Marxismus (dem ‚Marxismus Marxens’) befinde: der Klassenkampf, der revolutionäre, rein proletarische Klassenkampf, wie ihn der Syndikalismus führt. Es sei nicht unsere Aufgabe, nur mit der künftigen Leitung der Produktion zu befassen, die Wirtschaft leite sich sehr gut selbst. Es sei auch nicht unsere Aufgabe, die Revolution zu leiten, das Proletariat werde seine Revolution durch den Generalstreik schon selbst machen. Das ist die Lehre Sorels in der ‚Auflösung des Marxismus’.
In ‚Über die Gewalt’ entwickelt er seine Auffassungen viel eingehender und gibt auch oft Ausblicke in Nebengebiete, die stets durchdacht und geistreich sind. Deswegen ist es schwer, die Gedankengänge Sorels kurz anzudeuten. Er gibt eben keine Formeln, sondern geschichtliche Betrachtungen über sehr weite Gebiete.
Seine Schlussfolgerungen sind für uns nichts Neues, es sind die Grundsätze unseres Programms. Also zum Beispiel der Kampf gegen den Reformismus und die Politiker, gegen die heuchlerische Demokratie, für den proletarischen Generalstreik, für eine proletarische Moral, eine Produzentenmoral. Sorel legt Wert darauf, den proletarischen Generalstreik vom politischen Generalstreik abzugrenzen, er zeigt weiter die Moralität der Gewalt und die Dekadenz des Pazifismus, sein Ideal ist ein kräftiges, mutiges Proletariat, das seine Rechte energisch auch mit Gewalt verteidigt, so auch die Bourgeoisie zum Widerstand veranlaßt und den Endkampf beschleunigt. Es steckt darin etwas von der ‚schöpferischen Entwicklung’ Bergsons und auch ein gutes Stück vom Geiste Nietzsches. Nicht mehr ist hier die Rede von einem wässrigen Humanitarismus, wie er im 18. Jahrhundert zeitgemäß war, nicht mehr von den verblichenen Idealen der Französischen Revolution, von denen noch Jaures und der ganze parlamentarische Sozialismus zehrten. Aber es tritt uns auch nicht ein doktrinärer Marxismus á la Kautsky entgegen, sondern der proletarische Klassenkampf in seiner Reinheit.
Wenn auch alle diese Dinge für uns nicht viel neues bringen, dann muß man doch auf die Art und Weise der Begründung achten, die stets zwingend und geistreich ist und ein ungeheures Material verwendet. Gerade diese Ableitungen und gelegentlichen Blicke in verwandte Gebiete können für uns noch eine Fundgrube für die Entwicklung unserer Ideen sein.
Es mag zutreffen, dass Sorel etwas zu sehr von der Bedeutung der Gewalt eingenommen war und andere Faktoren zu sehr außer acht ließ. Aber man solle sich der Tatsache bewusst bleiben, daß Sorel nicht das blinde Dreinschlagen unter ‚Gewalt’ versteht, sondern fast immer den Streik oder den Generalstreik, d.h. einfach irgendwelche Handlungen, die dem Proletarier seinen Gegensatz zum kapitalistischen Staat fühlbar werden lassen, ohne deshalb gleich Menschenleben zu kosten.
Ein weiterer Begriff Sorels, mit dem man sich auseinandersetzen muß, ist der des Mythus. Das stark aufgetragene, begeisternde Bild des sozialen, expropriierenden Generalstreiks, bei dem keine Einzelheit beschrieben oder diskutiert werden soll, der ‚Mythus des Generalstreiks’ muß nach Sorel für uns das werden, was für die ersten Christen das Reich Gottes, für die Männer der Französischen Revolution ihr Glaube an das Reich der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit war. Sicher würde Sorel auch den Glauben der Kommunisten Westeuropas an das Sowjetparadies oder den Glauben der Nazis an das Dritte Reich zu den Mythen rechnen. Sorel will diese Mythen von den Utopien getrennt wissen, die er ablehnt, bei den Mythen kommt es auf die Ganzheit an, sie sind nichts als Bilder, während es bei den Utopien auf die Einzelheiten ankommt, die sich im Verlaufe der Entwicklung immer wieder ändern, wodurch die Utopien immer wieder wertlos werden.
Es wird sich schwer bestreiten lassen, dass Mythen in der Geschichte eine große Rolle gespielt haben, auch wenn sie nicht zu dem erwarteten Ziele führten. Aber es will mir scheinen, als ob die Mythen von uns als bewussten Revolutionären nicht besonders gefördert zu werden brauchten – sie kommen von allein, sie sind vielfach nur die für die Massenseele und von ihr zurechtgekneteten Ideen. Fördern wir die Erkenntnisse, die klaren Ideen, und überlassen wir die Mythen sich selbst. Die Masse wird die Ideen, die sich nicht vollständig aufnehmen kann, schon zu vereinfachten Bildern machen.
Mag das Werk Sorels also auch für uns als Syndikalisten einige Angriffspunkt bieten, so ist der Mensch Sorel in vieler Beziehung vorbildlich. Sein Leben verlief sehr einfach. Er wurde geboren am 2. November 1847 in Cherbourg als Sproß einer bürgerlichen Familie. Nach dem Besuche der Schulen in Paris wurde er Ingenieur. Bis zum Alter von 45 Jahren war er beim staatlichen Wegbau tätig. Er stieg bis zum Chefingenieur auf und bekam den Orden der Ehrenlegion. 1892 legte er sein Amt nieder, ohne die Pension zu verlangen, er wollte ganz unabhängig sein und nur seinen Studien leben. In diesen Jahren bewältigte er eine ungeheure Arbeit, vertiefte sich in die Sozialwissenschaften und die Philosophie und schrieb eine große Reihe von Artikeln für sozialistische und volkswirtschaftliche Zeitungen in Frankreich, Italien, Deutschland. 1899 war er noch kein Sozialist gewesen, sondern empfahl die Bibel als weltliches Werk. 1894 veröffentlichte er in der ‚Ere Nouvelle’ eine Reihe von drei Aufsätzen, ‚Die alte und die neue Metaphysik’, in der er sich als Sozialist vorstellte, der die Einflüsse von Proudhon, Marx und Bergson erfahren hat. 1898 schrieb er ‚Die sozialistische Zukunft der Gewerkschaften’, worin er schon den orthodoxen Marxismus ablehnte und den syndikalistischen Standpunkt vertat. Den revolutionären Syndikalismus arbeitete er seit 1904, seit der großen Enttäuschung aller Ehrlichen über den Ausgang der Affäre Dreyfuß heraus. 1906 und 1907 erschienen die Artikel, die dann zu ‚Über die Gewalt’ vereinigt wurden, noch später folgte die ‚Auflösung des Marxismus’. Einige Werke Sorels erschienen nur italienisch, da in Italien mehr Interesse für derartige Gedankengänge vorhanden war. Der Weltkrieg ließ ihn resignieren, er hatte für die heuchlerischen Schlagwörter der Entente Demokratien, Selbstbestimmung der Völker’ usw. nichts übrig. Die russische Revolution begrüßte er und schrieb sogar eine ‚Verteidigung für Lenin’, ohne seine eigentlichen syndikalistischen Gedanken aufzugeben. Er starb am 28. August 1922 in der Zurückgezogenheit in Boulogne-sur-Seine. Sorels Charakter und Lebensführung werden von allen Zeitgenossen sehr gut beurteilt. Er besaß keinerlei Ehrgeiz und arbeitete, seit er Sozialist war, selbstlos und aufopfernd für das Proletariat. Seine Gegner verunglimpfte er nicht so gehässig wie Marx, er war ein Wunder an Fleiß und führte ein sehr sauberes, zurückgezogenes Familienleben. Er war vielleicht der erste sozialistische Denker, der aus eigener Anschauung einen Begriff von der modernen Technik besaß und daraus Folgerungen zog (bei Marx, Proudhon, Bakunin war das bekanntlich nicht der Fall).
Sorel wird mitunter (so von Margherita Hirschberg-Neumeyer in ‚Die italienischen Gewerkschaften’, Jena 1928, S. 32) als der Schöpfer des Syndikalismus bezeichnet. Das ist unrichtig. Der Syndikalismus ist in Frankreich wie auch in den anderen Ländern aus dem Schoße der Massen entstanden. Allenfalls könnte man Fernand Pelloutier eine besondere Rolle bei der Entstehung des französischen Syndikalismus zuschreiben, aber nicht Sorel, der nur Theoretiker war und gar nicht in der Bewegung stand. Wenn er also auch nicht der Schöpfer des Syndikalismus war, so hatte er doch auf die Arbeiterbewegung in den romanischen Ländern einen sehr großen Einfluß, der noch heute fortdauert. Auch Mussolini kann in seiner sozialistischen Zeit als Schüler Sorels betrachtet werden und hat die Lehre von der Gewalt dann auf den Faschismus mit Erfolg übertragen.
Hier kann gleich auf ein anderes Märchen über Sorel hingewiesen werden: er soll der intellektuelle Vater des Faschismus sein. So sagt der französische Faschist Georges Valois (Le fascisme, Paris 1927) und auch der deutsche Professor von Beckerath (Wesen und Werden des faschistischen Staates, Berlin 1927). Der letztere zeigt allerdings gleich die Grenzen der Übereinstimmung auf.
Zwar haben Sorel und andere linksstehende Intellektuelle um 1910 Beziehungen mit nationalistischen Kreisen angeknüpft, um eine Strecke Weges gemeinsam gegen die beiden verhaßte Demokratie zu gehen, aber deshalb ist Sorel noch nicht einen Schritt breit von seiner rein proletarischen Einstellung gewichen, was man von unseren Kommunisten bei ihrem Liebäugeln mit nationalbolschewistischen Ideen nicht behaupten kann. (Radek-Reventlow 1923, das „Programm zur nationalen und sozialen Befreiung’ usw.). Es handelte sich eben nur um eine vorübergehende Taktik.
Auch die Lehre von der Gewalt bedarf einer erheblichen Umänderung, ehe sie ein faschistisches Aussehen bekommt. Sorel spricht immer von proletarischer Gewalt und versteht darunter den Generalstreik. Selbstverständlich ist es jeder gewalttätigen Bewegung möglich, sich auf Sorel zu berufen, denn die Gewalt kann ebenso wenig wie eine andere Idee monopolisiert werden. Das Gewalt in der Gesellschaft eine realere Macht darstellt als parlamentarisches Geschwätz, ist auch schon allen früheren Revolutionären bekannt gewesen. Wenn also die Squadri Mussolinis ihren Sieg durch Gewalt errangen, dann beweist das nichts gegen Sorel, sondern nur etwas für Mussolini, er hat bei seinem Meister gut gelernt. Für uns folgt daraus nichts weiter, als die Sache noch besser zu lernen, selbstverständlich entsprechend den Gegebenheiten eines jeden Landes.
Eins ist natürlich sicher: der Faschismus stellt ein viel lebendigeres, aggressiveres, moderneres und deshalb gefährlicheres System des Kapitalismus dar. Er hat diese Eigenschaften durch gewisse Anleihen bei sozialistischen Denkern erreicht. Diesem Denken ist daraus kein Vorwurf zu machen. Sonst könnte man auch Marx anklagen, mit seiner Diktatur des Proletariats das Stichwort für die faschistische Diktatur geliefert zu haben. Das ist natürlich kein Argument. Eher schon die Tatsache, dass manche Einrichtungen des Faschismus aus Sowjetrussland entlehnt worden sind (Tscheka gleich Ovra, Gewerkschaftsmonopol, Pressemonopol usw.). Sorel hat also nicht mehr mit dem Faschismus zu tun als ein Streik mit einer Aussperrung.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass wir nicht mit allem einverstanden zu sein brauchen, was Sorel geschrieben hat, wie wir auch keine Bakunin- oder Kropotkin-Scholastiker sind, dass aber in Sorels Werken noch eine Fülle von Anregungen steckt, die von uns bisher noch nicht gehörig beachtet worden sind. Leider ist der hohe Preis der beiden Bücher der Verbreitung in unseren Kreisen nicht günstig, besonders für die 72 Seiten starke Broschüre ‚Die Auflösung des Marxismus’ erscheint der Preis von 4 Mark als viel zu hoch. Vielleicht ist es dem ASY-Verlag möglich, später einmal die Herausgabe der ‚Materiaux d’une theorie du proletariat’ in deutscher Übersetzung ins Auge zu fassen. Besonders der in diesem Sammelband von ‚Materialien einer Theorie des Proletariats’ enthaltene Aufsatz ‚Die sozialistische Zukunft der Gewerkschaften’ (Avenir socialiste des syndicats) dürfte in unserem Lande eines verknöcherten Staatskapitalismus und Reformismus interessieren, wo sich die Führer der großen Gewerkschaften noch nie mit den sozialistischen Aufgaben der Gewerkschaften beschäftigt haben, sondern sich mit einer unbestimmten ‚Wirtschaftsdemokratie’ begnügen.

H.W. Gerhard

Aus „Der Syndikalist“, Nr. 25/1931.

syndikalismus.tk – Kommentar von Bonaventura, 20. Dezember 2010 02:55

Patrice Rolland – Georges Sorel et la démocratie au XXe siècle (1990-91)

Rolland Patrice, « Georges Sorel et la démocratie au XXe siècle. Une critique politique de la démocratie ». In: Mil neuf cent, N°8, 1990. Les correspondances dans la vie intellectuelle. pp. 123-154.

Rolland Patrice, « Georges Sorel et la démocratie au XXe siècle. Une critique éthique de la démocratie ». In: Mil neuf cent, N°9, 1991. Les pensées réactionnaires. pp. 129-161.

Georges Sorel – Apologie der Gewalt (1908)

Wer sich mit revolutionären Worten an das Volk wendet, muß seine Aufrichtigkeit einer genauen Probe unterziehen. Denn die Arbeiter verstehen diese Worte in dem Sinne, wie sie sich ihnen in ihrer Sprache darstellen, und geben sich nicht mit Deutungen ab. Als ich zuerst über proletarische Gewaltmaßnahmen schrieb, war ich mir vollständig klar darüber, welche schwere Verantwortlichkeit ich auf mich nahm, als ich versuchte, die historische Rolle der Gewaltakte zu schildern, welche unsere Sozialisten im Parlament so eifrig zu verhüllen bestrebt sind. Heute zögere ich nicht, zu erklären, daß der Sozialismus ohne eine Apologie der Gewalt nicht bestehen könne.
Das Proletariat verkündet seine Macht, seine Existenz, in den Streiks. Ich kann mich nicht entschließen, in einem Streik etwas Ähnliches zu erblicken, wie in dem zeitweiligen Abbruch der Handelsbeziehungen zwischen einem Krämer und seinem Lieferanten, weil die beiden sich nicht über die Preise verständigen können. Der Streik ist eine Erscheinung des Krieges, es ist deshalb eine große Unwahrheit, daß die Gewalt eine Erscheinung ist, die aus den Streiks verschwinden muß. Die soziale Revolution ist eine Ausdehnung dieses Krieges, dessen Episoden aus Streiks bestehen; deshalb sprechen die Syndikalisten von der Revolution in der Sprache der Streiks, der Sozialismus nimmt für sie den Gedanken der Erwartung und der Vorbereitung des Generalstreiks an, der ähnlich wie ein Sieg Napoleons ein zum Sterben reifes System vernichten wird.
Ein solcher Begriff verträgt sich mit keiner der feinsinnigen Auslegungen, in denen ein Jaurès Meister ist. Es handelt sich um einen Umsturz, in dessen Verlauf die Unternehmer und der Staat durch die organisierten Arbeiter verjagt werden. Unsere Intellektuellen, die von der Demokratie die ersten Plätze erhoffen, werden auf ihre Wissenschaft verwiesen, die Parlamentssozialisten, die in den durch die Bourgeoisie geschaffenen Organisationen die Mittel finden, eine gewisse Rolle zu spielen, werden überflüssig werden.
Die Beziehungen zwischen den gewaltsamen Streiks und dem Kriege sind sehr ausbaufähig. Niemand zweifelt, daß der Krieg den antiken Republiken die Ideen geliefert hat, die den Schmuck unserer modernen Kultur bildet. Der soziale Krieg, auf den das Proletariat sich in den Syndikaten unablässig vorbereitet, kann die Elemente einer neuen Zivilisation schaffen, die sich für ein Volk von Arbeitern und Erzeugern schickt. Ich werde nie müde, die Aufmerksamkeit meiner jungen Freunde auf die Probleme hinzulenken, welche der Sozialismus von dem Gesichtspunkte einer Zivilisation von Arbeitern bietet. Ich stelle fest, daß sich heute eine Philosophie entwickelt, die sich auf diesen Plan einstellt und an die man vor wenigen Jahren kaum gedacht hätte; diese Philosophie ist mit einer Apologie einer Gewalt eng verknüpft. Ich habe für den „schöpferischen Haß“ niemals die Bewunderung gehegt, die Jaurès ihm gewidmet hat. Ich empfinde für die Meister der Guillotine nicht die gleiche Nachsicht wie er. Ich verabscheue jede Maßregel, die den Besiegten unter dem Schein eines Urteilsspruchs erschlägt. Der am hellen lichten Tage geführte Krieg, der keine heuchlerische Milde angesichts der Leiche eines unversöhnlichen Feindes kennt, schließt alle Erniedrigungen aus, die die Bürger der Revolution des 18. Jahrhunderts entehrt hat. Die Apologie der Gewalt ist in diesem Fall besonders leicht.
Es würde wenig nützen, den Armen zu erklären, daß sie im Unrecht sind, gegen ihre Herren Eifersuchts- und Rachegefühle zu empfinden; diese Gefühle sind zu stark, als daß sie durch Ermahnungen unterdrückt werden können, und auf die Allgemeinheit dieser Empfindungen gründet vor allem die Demokratie ihre Gewalt. Der soziale Krieg kann, indem er an das Ehrgefühl appelliert, welches sich so natürlich in jeder organisierten Armee entwickelt, die häßlichen Empfindungen ausschalten, gegen die die Moral ohnmächtig geblieben wäre. Wenn es keinen anderen Grund, gäbe als diesen, um dem revolutionären Syndikalismus einen hohen zivilisatorischen Wert beizumessen, so würde dieser Grund mir ausreichend scheinen, um mich auf die Seite der Apologisten der Gewalt zu stellen.
Der Gedanke des Generalstreiks, der durch die Praxis der gewaltsamen Streiks erzeugt wird, enthält den Begriff eines nicht wieder abzuändernden Umsturzes. Darin liegt etwas Erschreckendes, — um so mehr als bis dahin die Gewalt einen großen Raum in den Geistern der Proletarier, eingenommen haben wird. Aber indem sie ein ernstes, furchtbares und erhabenes Werk unternehmen, erheben sich die Sozialisten über unsere leichtfertige Gesellschaft und werden würdig, der Welt neue Namen zu zeigen.
Man könnte die Parlamentssozialisten mit den Beamten vergleichen, aus denen Napoleon einen neuen Adel gebildet hatte und die sich muhten, den von dem „Ancien Régime“ überkommenen Staat zu kräftigen. Der revolutionäre Syndikalismus würde den napoleonischen Armeen entsprechen, deren Soldaten soviel Heldentaten verrichteten, obwohl sie wußten, daß sie arm bleiben würden. Was ist von dem Kaiserreich geblieben? Nichts als das Heldengedicht der Großen Armee! Was von der gegenwärtigen sozialistischen Bewegung bleiben wird, das wird die Epoche der Streiks sein.

Georges Sorel – Apologie de la violence (Le Matin, 18.05.1908)

(Werner Sombart, Grundlagen und Kritik des Sozialismus, Berlin, 1919, Bd. 2, S. 189-191)

Georges Sorel – Contre les manifestations Ferrer (1909)

Un indépendant
A Boulogne-sur-Seine, par ce matin frais, doux, rempli d’une clarté diffuse un peu grise, nous suivons une rue déserte, bordée de maisonnettes et de blanchisseries ; nous nous arrêtons devant deux villas jumelles, décentes, mais sans style, qui dans l’architecture doivent tenir le même rang qu’un expéditionnaire dans la société.
M. Georges Sorel, coiffé d’astrakan et chaussé de sabots, vient nous recevoir à sa porte. D’un abord plein de cette urbanité qu’on ne rencontre plus que hors des villes, il nous engage bientôt à gravir les deux étages de sa maison, et nous gagnons l’acropole où il a logé ses livres et organisé son travail. Séparé de la terre par deux étages remplis de la vie familiale, qui le supportent dans son isolement aérien, c’est là que, muni d’une érudition qui embrasse l’Histoire Universelle, son esprit très libre – l’un des mieux informés des dessous de notre récente politique intérieure – recueille ses observations sur le monde contemporain dont les variations et les révolutions lui inspirent tour à tour du mépris ou de l’ironie, ou simplement la tristesse d’un honnête homme.
Il nous avait paru très utile d’interroger M. Georges Sorel sur les manifestations Ferrer.
Entre les jeunes éléments, intelligents et désintéressés, qui, à l’extrême-gauche ou à l’extrême-droite, cherchent la base normale d’une union théorique et pratique pour la reconstitution de l’avenir français, un léger différend philosophique avait semblé s’élever au sujet du pâle Francisco Ferrer. M. Georges Sorel nous parut un arbitre dont la décision importait à la solution de ce différend. Par son action politique passée, il semblerait appartenir au monde d’extrême-gauche. Mais l’indépendance de son jugement et de son caractère, dont il donnait encore des marques dans un récent article, reproduit ici même, le qualifiait singulièrement pour le rôle d’arbitre philosophique.

Les « aventuriers de l’esprit »
Quand il sut l’objet de notre visite, M. Georges Sorel commença par s’excuser de son ignorance ; mais, sur nos insistances, il voulut bien dessiner de Ferrer ce portrait :
« Ferrer me paraît appartenir à cette troupe d’aventuriers de l’esprit égarés dans notre monde, que Barbey d’Aurevilly appelle le ‘clapier de Jean-Jacques Rousseau’. Il est de la famille des Reclus, des Kropotkine. Dans toute l’Europe, dans le monde entier, ces gens-là, qui se connaissent et s’admirent tous, forment des cercles sympathiques et se sentent d’autant plus solidaires les uns des autres que le monde contemporain les rejette comme des retardataires. Leurs idées ne correspondent plus du tout aux idées modernes. Ce sont les derniers vagabonds de la Renaissance. Dès que l’un deux profère une parole, tout le grand clapier lève les oreilles. Et si quelques habitants du clapier est molesté, ils se serrent tous comme des frères ».
Et M. Sorel, dont la conversation abonde en fusées et en aperçus, en vient naturellement à constater l’effrayante succession d’Homais qui se parent encore du titre d’intellectuels. Le fatras de la production contemporaine lui fait comprendre la vérité de ce mot de Gavarni qui montrant un mendiant : « Ce homme, disait-il, n’a qu’une qualité, c’est de ne pas savoir lire ». Une grande partie de l’intellectualité actuelle est « horriblement vieille », poursuit M. Georges Sorel qui retrouve justement le souvenir d’une lecture récente pour confirmer cet aphorisme désenchanté. Il s’agit du récent ouvrage d’un ancien et éphémère secrétaire de la CGT. L’indigence intellectuelle de ce livre l’a confondu. « Je ne trouve, dit-il, à comparer à M. Niel, qu’un seul homme, M. Faguet. Leurs deux pensées se valent par la même décrépitude ». Or, en certains milieux protestants, à l’Union pour l’Action morale, ce Niel passa naguère pour un homme de génie. Ainsi, par petits traits, notre interlocuteur éclaire l’état intellectuel du monde contemporain et ne cache pas son dégoût. Ferrer et ses amis spirituels lui paraissent les forcenés de la bassesse d’esprit.

Les instigateurs de la campagne
Comme nous lui demandons si la sympathie instinctive qui unit toute la confrérie des faibles d’esprits, lui paraît une explication suffisante du concert de clameurs, qui s’est levée en faveur de Ferrer, M. Georges Sorel nous avoue que, pour le moment, il ne sait rien de précis. Il reconnaît la difficulté de bien juger d’un mouvement à ses origines, les instigateurs ayant intérêt à rester dans l’ombre tandis qu’ils éprouvent l’opinion publique. Il se rappelle le mystère impénétrable dont sut s’envelopper à ses débuts la grande révolution dreyfusienne. Les artisans n’en furent tout d’abord connus de personne. Leurs alliés extérieurs se méprirent même sur le sens des premières manifestations. On ne vit pas la conspiration, Reinach ayant même évité de mettre dans le secret la franc-maçonnerie. […]
Or, on sait qui conspirait dans l’ombre. L’hypothèse d’une manœuvre gouvernementale ou, en tout cas, républicaine, est parfaitement plausible dans cette affaire Ferrer, puisque la manœuvre servirait les intérêts du régime. M. Georges Sorel ne le niera pas. […]
Nous demandons alors à M. Georges Sorel si l’antimilitarisme grandissant ne pourrait pas donner des mécomptes au gouvernement dans la campagne Ferrer. Mais aussitôt l’auteur des Réflexions sur la violence nous avertit de ne pas confondre l’antimilitarisme et quelques antimilitaristes. Il nous donne des détails que nous ne croyons pas utile de reproduire, mais d’où il résulte clairement que le gouvernement de Briand sait très bien s’entendre avec certains premiers rôles de l’antimilitarisme :
« Voyez comme ils ont fini par enterrer la casquette d’Aristide. Ils n’en parlent plus. Et – un jour – ils tomberont d’accord avec Briand, sur le rôle de la police et aux dépens de l’ordre, pour insinuer qu’Aristide, à Saint-Nazaire, a bien pu être victime d’un faux rapport de police. Aristide a besoin d’une opposition de gauche et d’extrême-gauche canalisée, pour répondre à celle du Gaulois. Et les Arthur Meyer pullulent dans le monde politique.
C’est pourquoi je ne pense pas qu’Aristide, s’il a intérêt à occuper les syndicats avec Ferrer pour les distraire de sujets plus dangereux, puisse, en retour, redouter la moindre surprise désagréable. Il connaît son monde.
Ferrer n’est évidemment pas trop mal choisi. On ne le connaît pas, on ne le voit pas, c’est sa principale qualité. Et si jamais le mouvement devenait dangereux, soyez persuadé que le gouvernement l’arrêterait d’un signe ». […]

« Une conversation avec M. Georges Sorel – Ferrer et Briand », Action française, 29.09.1909.

L Action française (Paris. 1899)

(Sur le caractère « frontiste » des manifestations Ferrer, voir aussi Bordiga, Anticléricalisme et socialisme)

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Jules Barbey d’Aurevilly – Le clapier de Jean-Jacques Rousseau (Le Réveil du 14 août 1858)

Voir aussi, au sujet de ce texte, la lettre de Barbey d’Aurevilly publiée par Jules Couët dans le Journal des débats du 4 août 1908.

Journal des débats politiques et littéraires

Georges Sorel – Le syndicalisme révolutionnaire (1905)

Préface à l’édition italienne de l’Avenir socialiste des syndicats (1)

Je me suis souvent demandé, si je ne ferais pas bien de reprendre les questions que j’avais traitées, d’une manière trop brève ou trop superficielle, dans l’Avenir socialiste des syndicats, – en profitant des expériences qui se sont produites depuis, 1897 et des connaissances plus étendues que j’ai acquises sur les principes du socialisme, – de manière à donner un exposé plus clair, plus méthodique, plus approfondi du mouvement syndical. J’ai toujours été arrêté par l’extraordinaire ampleur des problèmes qui se posaient devant moi, dès que je me mettais à réfléchir sur ces sujets ; d’un autre côté, ces dernières années ont été singulièrement riches en faits imprévus, qui sont venus rendre vaines les synthèses qui semblaient être les mieux établies. Quand on croit avoir trouvé un système qui embrasse convenablement les constatations jugées les plus importantes, une étude plus détaillée ou un incident forcent à tout abandonner. Nous ne sommes pas en présence de phénomènes appartenant à des genres classiques, de phénomènes que tout travailleur sérieux peut se flatter de pouvoir observer correctement, définir avec exactitude, expliquer d’une manière satisfaisante, en utilisant des principes acceptés dans la science. Les principes manquent ici d’une manière complète ; il est, par suite, impossible d’arriver à décrire avec précision et clarté ; parfois même, il faut redouter d’apporter une trop grande rigueur dans le langage, parce qu’elle serait en contradiction avec le caractère fluent de la réalité et qu’ainsi le tangage serait trompeur. On doit procéder par tâtonnements, essayer des hypothèses vraisemblables et partielles se contenter d’approximations provisoires, de manière à laisser toujours la porte ouverte à des corrections progressives.

Cette impuissance relative doit paraître bien méprisable aux grands seigneurs de la sociologie, qui fabriquent, sans la moindre fatigue, de vastes synthèses embrassant une pseudo-histoire du passé et un futur chimérique ; mais le socialisme est plus modeste que la Sociologie.

Ma brochure est un de ces tâtonnements. Lorsque le l’écrivais, en 1897, j’étais bien loin de savoir tout ce que je sais aujourd’hui ; je me proposais, d’ailleurs, un but assez restreint : appeler l’attention des socialistes sur le grand rôle que les syndicats pouvaient être appelés à jouer dans le monde moderne. Je voyais qu’il y avait beaucoup de préjugés contre le mouvement syndical et je croyais que cette étude contribuerait à en dissiper quelques-uns ; je devais, pour atteindre mon but, effleurer beaucoup de questions plutôt qu’en approfondir aucune.

À cette époque, l’idée de la grève générale était odieuse au plus grand nombre des chefs socialistes français ; je crus prudent de supprimer un chapitre que j’avais consacré à montrer l’importance de cette conception. Depuis ce temps, de grands changements se sont produits : en 1900, quand je donnai une réédition de mon article, la grève générale n’était déjà plus considérée comme une simple insanité anarchiste ; aujourd’hui, elle est soutenue par le groupe du Mouvement socialiste. Plus d’une fois, Jaurès a laissé entendre qu’il était favorable à cette manière de concevoir la révolution (2) ; cela s’est produit quand il a eu besoin de l’appui des syndicalistes ; mais il a ensuite répudié cette utopie, qui ne convient guère aux riches commanditaires de son journal, aux dreyfusards de la Bourse et aux comtesses socialistes. Ce qui doit attirer notre attention, c’est que Lagardelle et Berth, qui ne le cèdent à personne dans le monde socialiste pour le talent, le savoir et le dévouement, sont arrivés, par l’observation et la réflexion, à défendre la grève générale ; par là ils sont devenus en France les représentants les plus autorisés du syndicalisme révolutionnaire.

Le moment n’est peut-être pas éloigné où l’on ne trouvera pas de meilleur moyen de définir le socialisme que par la grève générale ; alors il apparaîtra clairement que toute étude socialiste doit porter sur les directions et les qualités du mouvement syndical.

Trois propriétés importantes sont à relever dans la thèse de la grève générale :

1° Tout d’abord, elle exprime, d’une manière infiniment claire, que le temps des révolutions de politiciens est fini et qu’ainsi le prolétariat refuse de laisser se constituer de nouvelles hiérarchies. Cette formule ne sait rien des droits de l’homme, de la justice absolue, des constitutions politiques et des parlements ; elle ne nie pas seulement le gouvernement de la bourgeoisie capitaliste, mais encore toute hiérarchie plus on moins analogue à la hiérarchie bourgeoise. Les partisans de la grève générale entendent faire disparaître tout ce qui avait préoccupé les anciens libéraux : l’éloquence des tribuns, le maniement de l’opinion publique, les combinaisons de partis politiques. Ce serait le monde renversé, mais le socialisme n’a-t-il pas affirmé qu’il entendait créer une société toute nouvelle ? Plus d’un écrivain socialiste, trop nourri des traditions de la bourgeoisie, ne parvient cependant point à comprendre une telle folle anarchiste ; il se demande ce qui pourrait succéder à la grève générale : il n’y aurait de possible qu’une société organisée suivant le plan même de la production, c’est-à-dire la véritable société socialiste.

2° Kautsky affirme que le capitalisme ne peut être aboli fragmentairement et que le socialisme ne peut se réaliser par étapes. Cette thèse est inintelligible quand on pratique le socialisme parlementaire : en effet, quand un parti entre dans une assemblée délibérante, c’est avec l’espoir d’obtenir des concessions, de ses adversaires ; et l’expérience montre qu’en effet il en obtient. Toute politique électorale est évolutionniste, en admettant même que, très souvent, elle n’oblige pas à anathématiser le principe de la lutte de classe. La grève générale est une manière d’exprimer la thèse de Kautsky d’une manière concrète ; jusqu’ici on n’a donné aucune formule qui puisse remplir le même office.

3° La grève générale n’est point née de réflexions profondes sur la philosophie de l’histoire ; elle est issue de la pratique. Les grèves ne seraient que des incidents économiques d’une assez faible portée sociale, si les révolutionnaires n’intervenaient pour en changer le caractère et en faire des épisodes de la lutte sociale. Chaque grève, si locale qu’elle soit, est une escarmouche dans la grande bataille qu’on nomme la grève générale. Les associations d’idées sont ici tellement simples qu’il suffit de les indiquer aux ouvriers en grève pour faire d’eux des socialistes. Maintenir l’idée de guerre paraît aujourd’hui plus nécessaire que jamais, alors que tant d’efforts sont tentés pour opposer au socialisme la paix sociale

Les écrivains bourgeois, habitués à cataloguer les écoles philosophiques et religieuses au moyen de quelques brèves formules, attachent une importance majeure aux axiomes qu’on lit en tête des programmes socialistes. Souvent ils ont pensé qu’en critiquant ces obscures déclarations et montrant qu’elles sont vides de sens, ils réduiraient le socialisme à néant ; l’expérience a montré que cette méthode ne mène à rien et que le socialisme est indépendant des prétendus principes définis par ses théoriciens officiels. Je serais tenté de comparer ceux-ci aux théologiens : un savant catholique, Edouard Le Roy, se demande si les dogmes de sa religion fournissent aucune connaissance positive sur quoi que ce soit (3) ; ils ont été promulgués pour condamner certaines hérésies, et il semble qu’on aurait obtenu beaucoup plus de clarté si l’on s’était borné à de simples négations. Les congrès socialistes feraient bien, eux aussi, de dire qu’ils rejettent certaines tendances qui se manifestent dans les partis ; s’ils adoptent un autre système, c’est que leurs axiomes sont tellement vagues que toutes les fractions peuvent les accepter en faisant quelques restrictions mentales.

On affirme souvent qu’il faut organiser le prolétariat sur le terrain politique et le terrain économique, pour conquérir le pouvoir, en vue de remplacer la société capitaliste par une société communiste ou collectiviste. Voilà une formule magnifique et mystérieuse, que l’on petit entendre de bien des manières ; mais de toutes les interprétations la suivante est la plus simple : provoquer la formation d’associations ouvrières propres à créer l’agitation contre les patrons, se faire l’avocat des ouvriers quand ils sont en grève et peser sur les administrations publiques pour qu’elles inter-viennent en faveur des ouvriers, se faire nommer député avec l’appui des syndicats (4) et user de son influence soit pour faire obtenir quelques avantages aux électeurs ouvriers, soit pour faire obtenir des places à certains hommes influents du monde ouvrier (5), enfin lancer, de temps à autre, quelque ronflant discours sur les beautés de la société future. Cette politique est à la portée de tous les ambitieux et n’exige nullement que l’on entende rien au socialisme pour la pratiquer : c’est celle d’Augagneur et des autres députés socialistes qui n’oint pas voulu rester dans le parti socialiste.

Je suis d’avis qu’il n’y a point lien d’attacher la moindre importance à toute cette littérature. Les chefs officiels du parti socialiste ressemblent, trop souvent, à des marins d’eau douce que le hasard aurait lancés sur la grande mer et qui navigueraient sans savoir trouver leur route sur une carte, reconnaître les repères et prendre des précautions contre les tempêtes. Tandis que ces prétendus chefs méditent sur la rédaction d’axiomes nouveaux, accumulent vanité sur vanité et croient imposer leur pensée au mouvement prolétarien, ils sont surpris par des événements auxquels s’attendent tous les gens qui vivent en dehors de leurs conciliabules savants, et ils restent stupéfaits devant le moindre incident parlementaire (6).

Tandis que les théoriciens officiels du socialisme se montraient ainsi impuissants, des hommes ardents, animés d’un sentiment prodigieusement fort de liberté, aussi riches en dévouement pour le prolétariat que pauvres en formules scolastiques, puisant dans la pratique des grèves une conception très claire de la lutte de classe, lançaient le socialisme dans la voie nouvelle qu’il commence à parcourir aujourd’hui (7). Le syndicalisme révolutionnaire trouble les conceptions que l’on avait mûrement élaborées dans le silence du cabinet ; il marche, en effet, au hasard des circonstances, sans souci de se soumettre à une dogmatique, engageant plus d’une fois ses forces dans des voies que condamnent les sages. Spectacle décourageant pour les nobles âmes qui croient à la souveraineté de la Science dans l’ordre moderne, qui attendent la révolution d’un effort puissant de la Pensée, qui s’imaginent que l’Idée mène le monde depuis que celui-ci est émancipé de l’obscurantisme clérical.

Il est probable qu’il y a beaucoup de forces perdues par suite de cette tactique, qui, suivant certains Intellectuels, mérite le nom de barbare, mais il y a aussi beaucoup de travail utile produit ; l’expérience le prouve surabondamment, la révolution n’a pas le secret, de l’avenir et elle procède comme le capitalisme, se précipitant sur tous les débouchés qui lui sont offerts.

Le capitalisme n’a pas mal réussi dans -ce qu’on a appelé son aveuglement et sa folle : si la bourgeoisie avait écouté les hommes pratiques, savants et moraux, elle aurait eu horreur du désordre qu’elle créait par son activité industrielle, elle aurait demandé à l’État d’exercer un pouvoir modérateur, elle se serait traînée dans une ornière conservatrice. Marx a décrit en termes magnifiques l’œuvre prodigieuse qui a été réalisée sans plan, sans chef et sans raison : « Elle a, comme personne ne l’avait fait avant elle, montré de quoi est capable l’activité humaine. Elle a réalisé de tout autres merveilles que les pyramides d’Égypte, les aqueducs romains et les cathédrales gothiques ; elle a accompli de tout autres campagnes qu’invasions et que croisades. » (8).

La bourgeoisie a opéré révolutionnairement, et contrairement à toutes les idées que les sociologues se font d’une activité puissante et capable d’aboutir à de grands résultats. La révolution a été fondée sur la transformation des instruments de production, faite au hasard des initiatives individuelles ; on pourrait dire qu’elle a opéré suivant un mode matérialiste, puisqu’elle n’a jamais été dirigée par l’idée des moyens à employer pour réaliser la grandeur d’une classe ou d’un pays. Pourquoi le prolétariat ne pourrait-il pas suivre la même voie et marcher de l’avant sans s’imposer aucun plan idéal ? Les capitalistes, dans leur fureur novatrice, ne s’occupaient nullement des intérêts généraux de leur classe au de leur patrie ; chacun d’eux ne considérait que le plus grand profit immédiat. Pourquoi les syndicats subordonneraient-ils leurs revendications à de hautes vues d’économie nationale et ne pousseraient-ils pas à fond leurs avantages quand les circonstances leur sont favorables ? La puissance et la richesse de la bourgeoisie furent basées sur l’autonomie des directeurs d’entreprise. Pourquoi la force révolutionnaire du prolétariat ne serait-elle pas basée sur l’autonomie des révoltes ouvrières ?

C’est bien, en effet, de cette manière matérialiste, et en quelque sorte calquée sur la pratique du capitalisme, que le syndicalisme révolutionnaire conçoit son rôle. Il tire parti de la lutte de classe, comme le capitalisme avait tiré parti de la concurrence, poussé par un instinct puissant de produire le plus d’action que permettent les conditions matérielles. Les gens qui se piquent de science sociale et de philosophie historique, se montrent fort défiants en voyant se manifester des instincts aussi indisciplinés ; ils se demandent, avec une inquiétude parfois comique, où mènera une telle barbarie ; ils se préoccupent de prévoir les règles que le prolétariat devra adopter quand les forces diffuses de la révolution se concentreront, s’organiseront et auront besoin d’organes régulateurs. Il y a dans toute cette attitude des doctes, beaucoup d’ignorance.

Je n’ai pas besoin de rappeler aux compatriotes de Vico ce que ce grand génie a écrit sur les conditions au milieu desquelles se produisent les ricorsi (9) : ils ont lieu quand l’âme populaire revient à des états primitifs, que tout est instinctif, créateur et poétique dans la société. Vico trouvait dans le haut Moyen Age l’illustration la plus certaine de sa théorie ; les débuts du christianisme seraient incompréhensibles si l’on ne supposait, chez des disciples enthousiastes, un état tout à fait analogue à celui des civilisations archaïques ; le socialisme ne peut prétendre renouveler le monde s’il ne se forme pas de la même manière.

Ne nous étonnons donc pas de voir les théories socialistes s’évanouir les unes après les autres, se montrer si débiles alors que le mouvement prolétarien est si fort ; il n’y a qu’un lien tout artificiel entre ces deux choses. Les théories sont nées de la réflexion bourgeoise (10) ; elles se présentent, d’ailleurs, comme des perfectionnements de philosophies éthiques ou historiques élaborées dans une société qui est parvenue, depuis longtemps, aux degrés les plus élevés de l’intellectualisme ; ces théories naissent donc déjà vieilles et décrépites. Parfois, elles donnent l’illusion d’une réalité qui leur manque, parce qu’elles expriment, avec bonheur, un sentiment qui a été accidentellement joint au mouvement ouvrier ; elles s’effondrent dès que cet accident disparaît. Le syndicalisme révolutionnaire, qui n’emprunte rien à la pensée bourgeoise, a, au contraire, l’avenir ouvert devant lui.

Le syndicalisme révolutionnaire réalise, à l’heure actuelle, ce qu’il y a de vraiment vrai dans le marxisme, de puissamment original, de supérieur à toutes les formules : à savoir que la lutte de classe est l’alpha et l’oméga du socialisme, – qu’elle n’est pas un concept sociologique à l’usage des savants, mais l’aspect idéologique d’une guerre sociale poursuivie par le prolétariat contre l’ensemble des chefs d’industrie, – que le syndicat est l’instrument, de la guerre sociale.

Avec le temps, le socialisme subira l’évolution que lui imposent les lois de Vico : il devra s’élever au-dessus de l’instinct et on peut dire même que cela est déjà commencé ; le marxisme rajeuni et approfondi que défendent en France Lagardelle et Berth, en Italie de valeureux écrivains, au milieu desquels brille Arturo Labriola, est déjà le produit d’une telle évolution ; mais la sagesse et la profonde intelligence de ces jeunes marxistes éclatent en ce qu’ils ne prétendent point devancer le cours de l’histoire et qu’ils cherchent à comprendre les choses au fur et à mesure qu’elles se produisent.

Je voudrais maintenant appeler, très brièvement, l’attention sur quelques-unes des plus graves difficultés que présente le syndicalisme révolutionnaire.

a) Nous sommes partis de cette idée que le syndicalisme poursuit une guerre sociale ; mais on objecte que la guerre ne saurait être regardée, à l’heure actuelle, comme le régime normal de peuples civilisés ; elle n’est qu’un incident et tous les efforts des gens raisonnables tendent à rendre cet incident plus rare et moins terrible ; pourquoi ne pas introduire l’action diplomatique dans la guerre sociale, en vue de réaliser la paix ?

Il y a une grande différence entre la guerre des États et celle des classes ; aucune puissance ne prétend plus à la monarchie universelle ; chacune fonde sa politique sur un idéal d’équilibre ; les conflits deviennent ainsi fort limités, et la paix peut résulter de concessions réciproques ; – le prolétariat, au contraire, poursuit la ruine complète de ses adversaires ; et, toute notion d’équilibre étant détruite par la propagande socialiste, les grèves ne peuvent aboutir à une vraie paix sociale.

Lorsque les syndicats deviennent très grands, il leur arrive la même chose qu’aux États : les fléaux de la guerre deviennent alors énormes et les dirigeants hésitent à se lancer dans des aventures. Maintes fois, les défenseurs de la paix sociale ont émis le vœu que les organisations ouvrières deviennent assez puissantes pour être condamnées à la sagesse. De même qu’entre les États il y a parfois des guerres de tarifs, mais que l’on aboutit généralement à conclure des traités de commerce, – de même, des accords entre de grandes fédérations patronales et ouvrières pourraient mettre fin à des conflits sans cesse renaissants. Ces accords, de même que les traités de commerce, tendraient à la prospérité commune des deux groupes, en sacrifiant quelques intérêts locaux. En même temps qu’elles deviennent sages, les fédérations ouvrières très étendues en viennent à considérer les avantages que leur procurent la prospérité des patrons et à tenir compte des intérêts nationaux. Le prolétariat se trouve ainsi entraîné dans une sphère qui lui est étrangère ; il devient le collaborateur du capitalisme ; la paix sociale semble ainsi bien près de devenir le régime normal.

Le syndicalisme révolutionnaire connaît cette situation tout aussi bien que les pacificateurs et il redoute les fortes centralisations. En opérant d’une manière diffuse, il peut maintenir partout l’agitation gréviste ; les longues guerres ont engendré ou développé l’idée de patrie ; la grève locale et fréquente ne cesse de rajeunir l’idée socialiste dans le prolétariat, de renforcer les sentiments d’héroïsme, de sacrifice et d’union, de maintenir toujours vivante l’espérance de la révolution.

b) On fait observer que les anciennes révolutions n’ont pas été purement et simplement des guerres, mais qu’elles ont servi à réaliser des systèmes juridiques nouveaux. À quoi tendrait le néo-marxisme ?

J’ai déjà dit que les formules des théoriciens officiels du socialisme sont fort peu satisfaisantes ; mais si l’on part de l’idée syndicale, on est, tout naturellement conduit à regarder toute la société sous un aspect économique : toutes choses devront descendre sur le plan d’un atelier qui marche avec ordre, sans temps perdu et sans caprice.

Si le socialisme aspire à transporter dans la société le régime de l’atelier, on ne saurait attacher trop d’importance aux progrès qui se font dans la discipline du travail, dans l’organisation des efforts collectifs, dans le fonctionnement des directions techniques. C’est dans les bons usages de l’atelier qu’est évidemment la source d’où sortira le droit futur ; le socialisme héritera non seulement de l’outillage qui aura été créé par le capitalisme et de la science qui est sortie du développement technique, mais encore des procédés de coopération qui se seront constitués à la longue dans les usines pour tirer le meilleur parti possible du temps, des forces et de l’adresse des hommes.

J’estime, en conséquence, qu’il faut regarder comme fort regrettables certains conseils que l’on a, plus d’une fois, donnés aux ouvriers en vue de gaspiller le travail ; le sabotage (comme on dit en France) est un procédé de l’ancien régime et il ne tend nullement à orienter les travailleurs dans la voie de l’émancipation. Il y a, dans l’esprit populaire, un bien grand nombre de ces survivances fâcheuses que la mission du socialisme devrait être de faire disparaître (11).

c) Il est évident que dans une société les rapports des hommes ne sauraient être uniquement réglés sur la guerre ; dans nos pays démocratiques surtout, des complications infinies rendent impossible de maintenir l’état de guerre sur tous les domaines. Examinons sommairement les principaux terrains sur lesquels se réalise l’union :

1° Quand on parle de la démocratie, il faut moins se préoccuper des constitutions politiques que de ce qui se produit dans les masses populaires : la diffusion de la presse, la passion avec laquelle le public s’intéresse aux événements, et l’influence que l’opinion exerce sur les gouvernements, voilà ce qui me semble devoir être surtout pris en considération tout le reste est secondaire ou ne sert que d’auxiliaire à cette organisation de la volonté générale. L’expérience montre que la classe ouvrière n’est pas la moins ardente à prendre parti sur des questions qui n’ont aucun rapport avec ses intérêts de classe : lois qui touchent aux libertés, résistances que certaines ligues opposent aux abus, politique extérieure, anticléricalisme, etc. On a donc pu dire que la démocratie efface les classes. Plus d’une fois, les chefs des partis socialistes ont cherché à enfermer le prolétariat dans le cercle d’un magnifique isolement ; mais les troupes n’ont pas longtemps suivi leurs chefs ; les plus savantes proclamations sur le devoir des travailleurs demeurent lettres mortes quand l’émotion est trop vive. L’affaire Dreyfus est trop récente pour qu’il soit nécessaire d’insister.

2° Les parlements ne cessent de faire des lois pour la protection des travailleurs ; les socialistes s’efforcent d’obtenir que les tribunaux inclinent leur jurisprudence dans un sens favorable aux ouvriers ; à tout instant la presse socialiste cherche à émouvoir l’opinion bourgeoise en faisant appel aux sentiments de bonté, d’humanité, de solidarité, c’est-à-dire à la morale bourgeoise. On s’est beaucoup moqué des anciens utopistes qui attendaient une réforme sociale de la bienveillance ou des lumières des capitalistes mieux informés ; il semble bien que le socialisme actuel reprenne l’ancienne routine et qu’il sollicite la protection de la classe qui, d’après sa théorie, devrait être l’ennemie irréconciliable du prolétariat. Les radicaux poussent beaucoup dans le sens de la législation sociale, avec l’espoir de faire disparaître certains états aigus qui leur semblent constituer la seule raison d’être du socialisme. Les catholiques sociaux marchent dans la même voie parce qu’ils exigent des riches l’accomplissement du devoir social.

Les socialistes ne se sont pas encore rendu un compte exact de ce que produit cette politique (12) : il ne paraît pas douteux qu’elle n’ait eu pour résultat de développer l’esprit petit bourgeois parmi beaucoup des hommes que la confiance de leurs camarades avait portés au premier rang.

3° Le prolétariat moderne est affamé d’instruction ; l’Église a cru qu’elle pourrait conquérir sur son esprit une grande influence par l’école ; l’État en France lui dispute, avec acharnement, la clientèle ouvrière. On n’aurait, toutefois, qu’une idée très inexacte de l’influence idéologique de la bourgeoisie si l’on s’en tenait aux statistiques scolaires ; c’est par le livre que le prolétariat est surtout placé sous la direction d’une idéologie étrangère. Maintes fois, on a déploré qu’il n’y ait pas une bonne littérature socialiste ; mais en France, tout au moins, cette littérature est prodigieusement faible ; la grande presse socialiste est entre les mains de bourgeois qui parlent à tort et à travers sur toutes sortes de choses qu’ils ignorent.

Quand on réfléchit à ces faits, on est amené à se dire que la fusion des classes rêvée par les catholiques sociaux et les radicaux, n’est peut-être pas une chimère aussi absurde qu’on pourrait le penser au premier abord : il ne serait pas impossible que le socialisme disparût par un renforcement de la démocratie, si le syndicalisme révolutionnaire n’était là pour s’opposer à la paix sociale. L’expérience que nous venons de faire en France de gouvernements très désireux de donner de larges satisfactions aux classes ouvrières, n’est pas de nature à faire penser que ces tentatives, pour habiles et hardies qu’elles soient, puissent Vaincre les difficultés que le syndicalisme révolutionnaire oppose à la paix sociale : au fur et à mesure que la démocratie faisait des avances, les syndicalistes ont haussé le ton de la lutte, et le résultat le plus certain de cette expérience me semble être que l’instinct de guerre s’est renforcé dans la même proportion que la bourgeoisie a fait des concessions en vue de la paix.

Dans mon étude de 1898, j’avais examiné le syndicalisme d’une manière abstraite ; je voulais, à cette époque, montrer la grande variété des ressources qu’il contient ; mais pour étudier. à fond le syndicalisme révolutionnaire actuel, il faudrait se borner à examiner ce qui se produit dans un seul pays. Les traditions nationales constituent un élément considérable dans l’organisation ouvrière, on ne saurait trop le répéter, et cette vérité apparaît avec une clarté particulière quand il s’agit de syndicalisme.

Je ne sais si je me trompe, mais il me semble que l’Italie pourrait être particulièrement favorable à l’extension du nouveau socialisme ; elle possède aujourd’hui quelques-tins des meilleurs représentants de la doctrine révolutionnaire, peut-être même ceux qui la défendent à l’heure actuelle, avec le plus d’autorité ; elle a des organes conçus dans un esprit excellent, au point de vue syndicaliste, comme l’Avanguardia et le Divenire (Note 13). Il serait intéressant de rechercher si toute l’histoire italienne n’est point le support de ce mouvement.

L’instinct de révolution totale est ancien en Italie et il a pu prendre des aspects bien divers ; aujourd’hui, il donne à l’idée de grève générale une popularité qu’elle n’a point dans les autres pays. L’esprit local est demeuré vivace et, par suite, le syndicalisme n’est peut-être pas autant menacé par le bourgeoisisme des grandes fédérations qu’il l’est en France. Enfin, il y a de très vieilles traditions qui concourent à rendre populaire l’existence de syndicats constitués pour supprimer les organismes officiels. La guerre de classe pourrait donc, fort bien, prendre en Italie ses formes les plus remarquables et le progrès du syndicalisme italien devra être suivi avec attention par tous les socialistes (Note 14).

Notes

(1) Cette préface a paru dans le Mouvement socialiste de novembre 1905 (pp. 265-280).

(2) Au Congrès de Paris, en 1900, il avait voté en faveur de la motion favorable à la grève générale, d’après le compte rendu analytique officiel : d’après la sténographie, il se serait abstenu.

(3) E. LE Roy. Dogme et critique, page 19. – Cette opinion avait été d’abord exprimée dans un article de la Quinzaine, intitulé : Qu’est-ce qu’un dogme ? du 15 avril 1905.

(4) Dans le Socialiste du 14 septembre 1902, on se plaint de ce que le secrétaire du syndicat des chemins de fer et les personnages les plus marquants de cette association aient marché, durant les élections, pour les candidats gouvernementaux.

(5) Dans le Socialiste du 24 février 1901, on voit que lu secrétaire de la Bourse du Travail de Limoges a été nommé, grâce à la protection de Millerand, à un emploi dans les finances rapportant 5.700 francs par an.

(6) Rien n’égale la naïveté de nos socialistes s’imaginant que Millerand n’accepterait un portefeuille ministériel qu’après la révolution sociale, alors que tout le monde, à la Chambre, savait qu’il courait après un ministère.

(7) À cette renaissance du socialisme restera attaché en France le nom de Fernand Pelloutier, qui a eu une si grande part dans l’organisation des Bourses du Travail et qui est mort avant d’avoir vu le résultat de l’œuvre à laquelle il s’était donné corps et âme. Pour beaucoup de, nos socialistes officiels, Pelloutier fut seulement un obscur journaliste, tant ils ignorent la vérité sur le mouvement ouvrier ! Le pauvre et dévoué serviteur du prolétariat est mort au commencement de 1901.

(8) Ch. Andler, Le manifeste communiste, tome I, page 24.

(9) J’ai publié dans le Devenir social, aux mois d’octobre, novembre et décembre 1896, une Étude sur Vico, qui m’a été extrêmement utile pour mes travaux postérieurs.

(10) J’excepte ici ce qu’il y a d’essentiel dans le marxisme.

(11) Cette critique ne s’applique évidemment pas au sabotage employé dans la forme qu’indique Victor Griffluelhes dans sa brochure : Les objectifs de nos luttes de classes. « Le terrassier, dit l’ancien secrétaire de la Confédération du Travail, qui prend l’habitude d’extraire peu de terre… ne fait pas du sabotage ; il travaille en paresseux et non en lutteur… Mais si le terrassier décide que, tant que l’entrepreneur ne cédera pas, il besognera lentement, il fait du sabotage ; il va de soi que, le patron ayant cédé, le terrassier reprend sa marche normale. Ainsi pratiqué, comme la témoignent plusieurs cas, le sabotage est une arme Ouvrière. Il ne l’est que dans ce cas. » L’auteur dit que le sabotage est difficile à pratiquer, parce qu’il a exigé de la part de l’ouvrier une conscience développée, une ténacité extrême et une persévérance calculée » ; aussi « les cas de sabotage consciemment appliqué sont peu nombreux ». En principe, le sabotage ne doit pas frapper le client, mais le patron ; il peut arriver qu’il soit favorable au client : un ouvrier boulanger met dans chaque pain un peu plus de pâte que d’habitude, afin que l’acheteur ait bien le poids annoncé, et fait cuire plus complètement la marchandise pour qu’elle soit plus saine ; – un vendeur dans un magasin donne le métrage exact, au lieu de frauder, comme le patron le lui recommande ; – un maçon exécute d’une façon parfaite un travail que l’entrepreneur a soumissionné avec un fort rabais, en comptant le faire faire d’une façon sommaire (pages 30-32).

(12) Très souvent, les socialistes désignent la législation sociale sous le titre de droit ouvrier, erreur analogue à celle qu’auraient commise les anciens auteurs s’ils avaient appelé droit bourgeois l’ensemble des règles relatives aux rapports qui existaient entre les seigneurs féodaux et les paysans ; la législation sociale est fondée sur la notion de rangs. On devrait appeler droit ouvrier les usages qui se foraient dans le corps de travailleurs, qui peuvent, par perfectionnement, devenir le droit futur et qui provisoirement peuvent acquérir assez de prestige pour influencer la jurisprudence des tribunaux.

(13) Ces publications ont aujourd’hui disparu. (Note de 1914.)

(14) Parmi les problèmes difficiles qu’aura à résoudre le philosophe social, qui s’occupera de la guerre, se trouve celui de savoir pourquoi le prolétariat italien, malgré toutes les tentatives de ses chefs parlementaires, les répressions gouvernementales et les trahisons d’intellectuels notables, a pu demeurer si fidèle à la doctrine de la lutte de classe.