Archiv der Kategorie 'Anarchismus'

RADIO – Gustav Landauer, l’anarchiste de l’envers (par Freddy Gomez)

Lundi 18 juin, 16h00 ---- Anarchie et anarchistes ---- Dans l’histoire sociale, l’Allemagne est connue essentiellement comme le terreau de la social-démocratie. Pourtant le socialisme ne s’y résumait pas à sa version marxienne et son dogmatisme économique. Le socialisme libertaire y avait sa place dans journaux, brochures, conférences, organisations telle la «Ligue socialiste». Parmi ses activistes, Gustav Landauer est surtout connu pour avoir participé à la République des conseils de Bavière, avant d’être sauvagement assassiné par la soldatesque du socialiste Noske le 2 mai 1919. Les contributions et textes réunis dans l’ouvrage collectif «Gustav Landauer un anarchiste de l’envers» font connaître toute la richesse de réflexions qui vont d‘une critique sans concessions du marxisme à des propositions de réalisations «ici et maintenant», démontrant la possibilité d‘un socialisme basé sur la solidarité et la fraternité dans une fédération de communes libres. Sa pensée ouverte et lucide interroge les anarchistes d’hier et d’aujourd‘hui. Freddy Gomez, de la revue À contretemps qui a réalisé ce dossier, échange avec nous autour de cette importante parution.

http://trousnoirs-radio-libertaire.org/

Schwarzer Faden – Nummer 0-77 (1980-2004)

Schwarzer Faden – Nummer 0-77 (1980-2004)

«Hier Revolution! Wer dort?» – Gustav Landauer, Erich Mühsam und der Anarchismus

Albert Auerbach (… – 1925)

Vorwärts, Jhg. 42, Nr. 278, 15.06.1925.

(Materialien zu einem biographischen Wörterbuch der deutschen Arbeiterbewegung II)

Andreas Kleinlein (1864-1925)

Andreas Kleinlein ┼

Am 28. Aug. ist nach schwerem Leiden Andreas Kleinlein aus dem Leben geschieden. Mit ihm ist ein aufrechter unermüdlicher Streiter aus unseren Reihen gegangen, der seit frühester Jugend in der Arbeiterbewegung seine Schuldigkeit getan hat. Im Jahre 1864 in Nürnberg geboren, verließ er die Heimat, nachdem er ausgelernt, im Alter von 17 Jahren, um auf Wanderschaft zu gehen. Hier wurde er mit den Ideen der Arbeiterbewegung vertraut. Er war noch unter dem fluchwürdigen Sozialistengesetz. Überall, wo er sich betätigen konnte, tat er es unter vollem Einsatz seiner Persönlichkeit. Andreas Kleinlein war ein geborener Klassenkämpfer. Die großen Fragen der Arbeiterbewegung nahm er nicht nur verstandes, sondern mehr gefühlsmüßig. Es war bei ihm, als ob er das ganze Leid seiner Klasse in sich trug, und so wurde er überall, wo er in Versammlungen und Zusammenkünften als Referent oder Diskussionsredner auftrat, ein Rufer im Kampf seiner Klassengenossen. Im Jahre 1890 nach Berlin verschlagen, fand er hier schnell den Anschluß an seine Berufsorganisation, den „Verein zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter“. Diese Organisation steht heute noch, vereint mit anderen Berufsgenossen, als „Vereinigung der Holzarbeiter Berlins“ in unseren Reihen, und hier war bis an sein Lebensende sein engeres Betätigungsfeld. Aber darüber hinaus wurde er als Vertreter der Holzarbeiter auf vielen Kongressen den Genossen im Reich bekannt. 1905 an die verantwortliche Stelle des Kassierers der Geschäftskommission gestellt, versah er diesen Posten mit großer Gewissenhaftigkeit über 10 Jahre lang. In den schwierigen Situationen, die unsere Bewegung um die Mitte des ersten Jahrzehntes dieses Jahrhunderts durchmachte, stand Andreas Kleinlein fest und unentwegt zur anarcho-syndikalistischen Ideenwelt. Die Entbehrungen der Kriegszeit, die Aufregungen der revolutionären Nachkriegsepoche sowie ein schwerer familiärer Verlust, den er nicht überwinden konnte, setzte seinen körperlichen Kräften im Alter von 61 Jahren ein Ziel.
Mit Andreas Kleinlein ist ein braver Mitkämpfer und gewissenhafter Mitarbeiter aus unseren Reihen geschieden, der nach bestem Können Jahrzehnte hindurch seine volle Pflicht und Schuldigkeit getan hat.
Am Mittwoch, den 2. September, wurde, was sterblich an Andreas Kleinlein war, im Krematorium Berlin-Baumschulenweg den Flammen übergeben. Seine Opferfreudigkeit soll weiter in unseren Reihen fortleben!

Ehre seinem Andenken!

Die Geschäftskommission

Der Syndikalist, VII. Jahrgang, Nr. 37, 12.09.1925.

(Materialien zu einem biographischen Wörterbuch der deutschen Arbeiterbewegung I)