Archiv für Januar 2015

Gustav Landauer: Skepsis, Mystik und Anarchie

Gustav Landauer: Skepsis, Mystik und Anarchie. Von Rolf Cantzen (SWR2, 30-01-2015)

Gustav Landauer (1870 – 1919), deutscher Schriftsteller und Politiker
Gustav Landauer (1870 – 1919) ist, wie er selbst schrieb, „etwas unüblich“ und passt „in kein Schubfach“: Als Anarchist verwarf er Gewalt und Terror und bekämpfte den Kriegswahn und Militarismus, den Staat und den Parlamentarismus. Als Individualist plädierte er für eine herrschaftsfreie Gesellschaft, in der sich die Einzelnen zu Gemeinschaften zusammenschließen, gemeinsam arbeiten und die erwirtschafteten Produkte tauschen. Skeptisch blieb er gegenüber den Ansprüchen von Theoretikern, endgültig die Welt erklären zu wollen; er wandte sich einer „gottlosen“ Mystik zu, in der „das Selbstgefühl und die Liebe zusammenschmilzt zur großen Welterkenntnis …“ Die Anarchie, wie sie Landauer versteht, ist „Ordnung und Freiheit, ohne Gewalt“ in einer naturangepassten Gesellschaft.

Manuskript

MP3

Des ruines – Revue anarchiste apériodique

Nous sommes heureux d’annoncer la sortie du premier numéro de la revue anarchiste apériodique Des Ruines au format A4 relié, pour 112 pages. Cette revue se donne l’ambition de remuer les réflexions, recherches et débats autour des perspectives anarchistes et antiautoritaires. Certains débats vifs et toujours d’actualité, certains autres laissés de côté et exhumés pour l’occasion.

Sommaire du premier numéro

http://desruines.noblogs.org

Guillaume Paoli – Nächste Runde: Paradies (2015)

Terror und Mediengesellschaft

Nächste Runde: Paradies

Ist es wirklich der Islam, zu dem sich jugendliche Terroristen bekennen? Oder nicht vielmehr die Religion der Ego-Shooter und cool geübter Aggression?

Nein, am Islam allein kann es nicht liegen. Wenn Hunderte von jungen Menschen, in Europa geboren und weltlich erzogen, sich plötzlich einer Terrororganisation anschließen und sich zu Mord, Vergewaltigung und Versklavung bekennen, dann ist auch etwas in Europa faul. Man kann die Schuld nicht einem fremden Virus zuschieben. Mitverantwortlich ist zumindest das defiziente Immunsystem. So wünschenswert es wäre, dass Muslime sich mit ihrer Kultur kritisch auseinandersetzen, die aufgeklärten Bürger des Westens werden nicht umhinkommen, vor dem eigenen Haus zu kehren.

Zur Diagnose gehören kulturelle Befunde, auch wenn sie für das Gesamtbild nicht ausreichen: Der Dschihadismus hat es geschafft, Codes und Gesten der Jugendkultur zu pervertieren. Damit wird offensichtlich ein Vakuum besetzt. Denn eine rebellische Gegenkultur gibt es schon lange nicht mehr. Sie hat sich in Trends aufgelöst. Zieht sich ein Mädchen ein Punk-Outfit an, schmunzeln ihre Eltern gerührt. Verwandelt sie sich aber in eine vollverschleierte Fledermaus, ist die Schockwirkung garantiert. Es sind keine Experten nötig, um zu wissen, weshalb ein gelangweilter junger Mann aus seinem Kuhdorf ausreißt. Bloß, vor vierzig Jahren wäre er in einer Hippie-Kommune gelandet; heute taucht er als Geiselschlächter in Syrien wieder auf. Es ist die Jugendrevolte in Zeiten ihrer Unmöglichkeit, die Metamorphose von Lustprinzip in Todestrieb.

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Pour le petit maçon de Leyde

Coco Briaval Quartet – L’Internationale (Gypsy Music, 1996)

Link

Je suis Ch…

Prêche tragique à Charlie Hebdo : 12 morts

Je ne suis pas Charlie (1)

Je ne suis pas Charlie (2)

Je ne suis pas Charlie (3)

Gueule de bois

Non au terrorisme, non à l’État capitaliste !

P.U.