Die Bakunin-Kassette

Hans Magnus Enzensberger – Die Bakunin-Kassette – Eine Fälschung

Am 1. Juli 1876 starb Michail Bakunin, der von Marx bekämpfte Klassiker in der langen Reihe russischer Revolutionäre, dessen unorthodoxe Ansichten vom Gang der Dinge auch in diesem Jahrhundert immer wieder Kontroversen gestiftet haben. – Hans Magnus Enzensberger, der einigen seiner Lebensspuren nachgegangen ist, sagt zu seinem Hoerspiel: „Der Text beruht auf dokumentarischen Quellen. Dieses biographische Material wird aber nicht nur frei behandelt, sondern in einen fiktiven Rahmen versetzt: den eines Radio-Interviews aus dem Jahre 1877. Der fiktive Reporter eines fiktiven Senders versucht ein Jahr nach Bakunins Tod dessen politische Biographie zu recherchieren. Das Ergebnis ist die ‚Bakunin-Kassette‘, eine doppelte Verfälschung: zum einen manipuliert der Reporter selbst die Realität, die er erforschen soll, auf Grund seiner eigenen politischen Vorstellungen und Interessen: zum anderen benutzt der Verfasser des Hörspiels das historische Material, um die Fragwürdigkeit jener literarischen und radiophonen Verfahren zu demonstrieren.“

Regie: Manfred Marchfelder
Produktion: WDR/SR 1977

Sprecher:
Christian Brückner – Reporter
Hallgard Bruckhaus – Ansagerin
Sybille Gilles – Madame Tereni; Caféhaus-Wirtin
Renate Küster – Alexandrina Wassiljewna Bauler
Eric von Loewis – Pjotr Dmitrjewitsch Lesnikow; Legationsrat
Rolf Schult – Prof. Dr. Adolf Vogt; Arzt
Peter Fitz – Arthur Arnould; Journalist
Erwin Schastok – „Sallier“; Student
Peter Arnold – Pavel Stentikow; Student
Helmut Krauss – Nikolaj Isaakowitsch Utin; russischer Emigrant
Hans Magnus Enzensberger

(53 Min.)

https://t.co/eedFUJQNER
(via)


1 Antwort auf „Die Bakunin-Kassette“


  1. 1 299 30. Oktober 2014 um 19:01 Uhr

    Could you reup the file? Sounds really interesting…

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