Zur Aktualität von Karl Korsch

Die hier vorgelegten Beiträge über Aspekte des theoretischen Werkes von Karl Korsch stehen in der Tradition einer mittlerweile über dreißig Jahre alten Debatte, die mit dem Zerfall der Studentenbewegung und dem Bedürfnis nach einer längerfristigen Standortbestimmung begann. Diese erste, intensivere wissenschaftliche Auseinandersetzung über die Schriften Korschs in Deutschland fand zu Beginn der 70er Jahre statt.
Der Anlass für die Neuaufnahme dieser Diskussionen war eine Tagung anläßlich des 60. Geburtstags von Michael Buckmiller, dessen wissenschaftliches Werk nicht nur mit der Herausgabe der Schriften von Karl Korsch, sondern auch mit seiner Denkweise eng verbunden ist. Diese Denkweise ist gekennzeichnet durch ein wechselseitiges Verhältnis von wissenschaftlicher Analyse und zeitgeschichtlicher Deutung und eine auf gesellschaftliche Entwicklungen einwirkende Praxis. Theoretisches Nachdenken ist, bezogen auf die „geistige Aktion“, die wissenschaftlich fundierte politische Intervention.

Joachim Perels: Einleitung

Jürgen Seifert: Zum Stellenwert der juristischen Aktion bei Karl Korsch

Heinz Brüggemann: Das Geschlossene und das Offene – Dialektik bei Korsch und Brecht

Michael R. Krätke: Karl Korschs Marx-Kritik – Selbstzweifel und Selbstreflexion im Marxismus

Oskar Negt: Michael Buckmiller und Karl Korsch – Wahlverwandtschaftliches Denken.

Gert Schäfer: Zum Verhältnis von Theorie und Praxis bei Karl Korsch

Michael Vester: Korschs Kritik am Jakobinismus und der Verelendungstheorie im Marxismus der II. Internationale

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