Broschüre zu “Os Cangaceiros”: Die vernebelte Spur von Os Cangaceiros durch die soziale Pampa.

„Leute, die revolutionäre Ansprüche erheben gelten als Träumer. Aber der Mensch ist aus dem Stoff gemacht, aus dem seine Träume sind. Wir sind Revolutionäre. Os Cangaceiros heisst: « alles ist möglich », « wir sind im Krieg », « nichts ist wahr, alles ist erlaubt ». Wir sind zahlreich, im Bezug auf die vorherrschende Atomisierung. Wir haben viele Verbündete überall auf der Welt. Unser Programm ist sehr alt: ohne tote Zeit zu leben. Wir beabsichtigen natürlich ihm seine Publizität durch den Skandal zu sichern. Unsere Existenz selbst ist bereits ein Skandal… Im sozialen Krieg kann nichts außer Acht gelassen warden“. « Notes éditoriales », Os Cangaceiros nr. 2, November 85.

Einleitung zur deutschen Übersetzung
Dieses Pamphlet wurde aus dem Englischen übersetzt, aus der Motivation heraus, dass sofern mir bekannt weder Originalliteratur von oder andere Texte zu den Totengräbern in deutscher Sprache bestehen. Vor allem die Texte von Os Cangaceiros selbst können einen wichtigen Beitrag zum Diskurs innerhalb der anarchistischen Milieus geben, da sie sehr bestimmt jeglicher offiziellen Struktur und jeder Organisation absagen und der Politik bzw. Gesellschaft den Kampf ansagen. Os Canagceiros haben sich nicht als Anarchisten bezeichnet und jeglichem politischen Couleur abgeschworen, in ihren Aktionen und Texten können sich aber durchaus viele Anarchisten erkennen. Sie folgten einem Bedürfnis der Aufständigkeit und Delinquenz, basierend auf ihren individuellen Erfahrungen und ließen sich weder durch politische Bildung, moralische Dogmen oder andere Ideologien beeinflussen. Ihr Kampf gegen das Gefängnis, inspiriert durch eben jene Erfahrungen, war vielfältig und angreifend und machte sie so innerhalb von einigen Jahren zum öffentlichen inneren Feind des französischen Staates.

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(via An die Waisen des Existierenden)