Archiv für Oktober 2010

Frankreich. Erste Runde – Wir machen weiter!

Seit mehr als drei Wochen ist im Land eine Soziale Bewegung im Gange. Die Rentenreform war ihr Ausgangspunkt.

Uns ist sehr wohl bewusst, dass alles getan wird, die Waffe des Streiks weniger effizient zu machen. Der Staat wendet die Mittel des Rechts an, die Fesseln der Gesetze und Strafanträge; außerdem zielt die Atomisierung, die Segmentierung, die in den letzten dreißig Jahren aus der Umstrukturierung des Kapitals entstand, darauf ab, die zerstörerische Kraft des Streiks zu neutralisieren. Die hauptsächliche Bedeutung der Massendemonstrationen, mit ihren ja dann begrenzten Auswirkungen, war für die Basis, sich Legitimität zu schaffen und über den von den Gewerkschaften aufgenötigten Rahmen hinauszuwachsen, über ihn hinauszugehen.

Durch die Blockade, insbesondere in den strategisch wichtigen Sektoren der Petrochemie und der Transporte, hat sich die Bewegung die Mittel gegeben, das Kräfteverhältnis zu verschärfen, trotz der Versuche der Macht und der Medien, gute Streikende und Blockierende voneinander zu trennen, wie sie es lange Jahre mit Demonstranten und Randalierern getan hatten. Aber genau diese Unterscheidung ist es – wer hat die Legitimität zu kämpfen und wer hat sie nicht – die zerstört werden muss. So waren es die mit einem Krachen in der Bewegung aufkreuzenden SchülerInnen, die Einrichtungen oder Verkehrswege blockierten und auch Unruhen anzettelten, die eine gewisse Wut gegen den Staat und die Ware ausdrückten.

Für all jene, die in dieser Reform nichts anderes sehen als ein Element der allgemeinen Verschlechterung unserer Lebensbedingungen; für all jene, die nicht unbedingt die unmittelbare Möglichkeit haben, die Produktion zu blockieren, sich aber weigern zu resignieren;

Für all jene, die denken, dass es notwendig ist, die kategorialen Trennungen zu überwinden, die vom Kapital instand gehalten werden; für sie alle kann die Praxis der Wanderblockaden effizient sein. Verstärken wir bestehende Blockaden und schaffen neue dort, wo wir es für nützlich erachten; aber finden wir uns auch wieder, um uns zu koordinieren und zu organisieren.

Wenn die Gewerkschaften in Übereinstimmung mit Regierung und Medien gegenwärtig das Spiel abzupfeifen scheinen, dauert die Bewegung dennoch an. Der diffuse und zähe Zorn lässt das Gegenteil von dem erahnen, was sie ankündigen: Nicht das Ende des Kampfes, sondern den Anfang von ihrem Ende! Wir treffen uns wieder in Versammlung, um zu diskutieren, wie es mit der Bewegung weitergeht.

Treffpunkt am Porte St Martin (M° Strasbourg – St Denis) für einen Zug innerhalb der Demo unter dem Banner “Grève, blocage, emeute, chaque âge saccage sa cage” [Streik, Blockade, Aufruhr, jedes Alter plündert seinen Käfig].

Donnerstag 19 Uhr, am CCIP, 21ter Rue Voltaire, M° Rue des boulets – Freitag 19 Uhr, am CIP, 17 quai de Charente, M° Corentin Cariou – Die weiteren Treffpunkte werden bekannt gegeben auf http://paris.indymedia.org unter dem Titel “Erste Runde: Wir machen weiter!”

(28.10.2010)

Übersetzung: Translationcollective

Français

Bert Altena – Bürger in der Sozialdemokratie (1994)

Bert Altena – Bürger in der Sozialdemokratie. Ihre Bedeutung für die Entwicklung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) in den Niederlanden 1894-1914, in: Geschichte und Gesellschaft 20 (1994), S. 533-548.

Insurgent Notes No. 2‏ (October 2010)

Communism is for us not a state of affairs which is to be established, an ideal to which reality [will] have to adjust itself. We call communism the real movement which abolishes the present state of things. The conditions of this movement result from the premises now in existence.
Karl Marx and Friedrich Engels, Communist Manifesto

Contents:

Introduction

Editorial
Shock and Au (on the crisis of the EU)

Elephant on a Skateboard (on fixed capital and crisis)
S. Artesian

The Demise of Andy Stern and the Question of Unions in Contemporary Capitalism
Loren Goldner

Not Another Disaster Movie (on the BP oil spill)
John Garvey

Auto Industry Strikes in China
Lance Carter

Tailoring to Needs: Garment Worker Struggles in Bangladesh
Red Marriott

Lessons from the Tekel strikes: class solidarity and ethnic (in)difference
Kadir Ateş and Toros Korkmaz

Book Review
Kevin Anderson, Marx at the Margins
John Garvey

Letters
Barcelona, Mexico City

http://insurgentnotes.com/

Sex, Drugs & Rebetiko – Split avec les Louise Mitchels

Nous sommes : un groupe de jeunes banlieusards venant du punk, du jazz manouche, de la musique classique iranienne ou occidentale aimant les chansons tristes, le bon teushi, les kebabs et la poésie. Nous ne sommes pas: des ethnomusicologues, des socio-historiens, des fans de world music, des puristes du genre, à peine des musiciens. Pourquoi jouer du rebetiko? Parce que nous aimons cette musique et son intensité dramatique. Parce que les textes traitant de pauvreté, de rejet, de drogues, d’amours déçues, de prison et de mort raisonnent particulièrement ici dans le 93. Parce que cette musique est intrinsèquement plus proche du punk et du hip-hop que du syrtaki. Avec des membres de la palinka, mobylette facile, edelschwarzkopf, louise mitchels, missfist, natural moustik dedans.

http://www.dogmazic.net/sex_drugs_a_rebetiko

Giati foumaro kokaïni

Pente xronia dikasmenos

Sex, Drugs & Rebetiko – Stis Athinas tis Omorfies

La version originale de cette chanson se trouve ici :
www.youtube.com/watch?v=dpj7021PLg4