Nina Schulz – Spiel auf Zeit. Überlebende kämpfen immer noch für eine Ghetto-Rente (2010)

Kein Gesetz in der Geschichte der Wiedergutmachung in der Bundesrepublik hat eine so hohe Ablehnungsquote von Entschädigungsanträgen zur Folge gehabt wie das ,,Gesetz zur Zahlbarmachung von Renten aus der Beschäftigung in einem Ghetto“, kurz ZRBG. Überlebende streiten seit Jahren mit deutschen Rentenversicherern über ihre Rentenansprüche aus Beschäftigungen im Ghetto. Für den Rentenanspruch ist entscheidend, ob sie glaubhaft machen können, dass sie im Ghetto ,,aus eigenem Willensentschluss“ und ,,gegen Entgelt“ gearbeitet haben. Richter des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen haben nun mit Anhörungen von Überlebenden in Israel begonnen. Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch haben vor Ort Gespräche geführt und weitere Eindrücke gesammelt.

„Spiel auf Zeit. Überlebende kämpfen immer noch für eine Ghetto-Rente“, in: Analyse und Kritik 546 (22.01.2010)