Archiv für Dezember 2009

Aristide Bruant – Dans la rue. Chansons et monologues. Dessins de Steinlen (1889)

Gustav Landauer – Von der Dummheit und von der Wahl (1912)

Schnee liegt über Feld und Wald. Der Boden ist zu Stein gefroren. Finken, Hänflinge, Lerchen kommen in die Dörfer und Städte und suchen da die Nahrung bei den Menschen, die ihnen die Natur verweigert. Viele verhungern und erfrieren; einige, die sonst zu Grunde gegangen wären, bleiben am Leben, weil die Menschen mit Absicht oder zufällig ihnen den Tisch decken.

Es ist nicht auszudenken, wäre eine unsinnige Phantasie, sich eine Lerche vorzustellen, die den andern Vögeln predigte: so sei es immer gewesen, aber es müsse nicht so bleiben; wenn sich alle Vögel zusammentäten, könnten sie im Herbst Vorräte aufstapeln, könnten auch mit ihrem Gefieder den Schnee wegschaufeln usw. Der Verstand, die Erinnerung und Abstraktion dieser Tiere ist nicht so beschaffen, daß derlei je zu erwarten wäre.

Was dagegen die Menschen angeht, so ist ihr ganzes Leben auf Verkehr, Meinungsaustausch, Erinnerung der Generationen und Erfahrung, Überlegung und Vorsorge gestellt.

Was aber machen die Menschen für einen Gebrauch von ihren besonderen Eigenschaften, Gaben und Möglichkeiten?

Zum Teil ohne Zweifel den richtigen: sie kleiden sich warm, haben Häuser gebaut und heizen den Ofen gegen die Kälte, sie sorgen für ihre und ihrer Angehörigen Ernährung, sie machen einander Mitteilungen über Gefahren, die drohen, sie überliefern sich von Geschlecht zu Geschlecht nützliche Kenntnisse.

Aber zum andern Teil machen sie von ihrer besonderen Natur, die Verstand heißt, den sehr unzulänglichen und sehr verkehrten Gebrauch.

Die Menschen unterscheiden sich nämlich von solchen Tieren, wie wir sie genannt haben, nicht nur durch den Verstand, sondern ebensosehr durch die Kehrseite des Verstandes: die Dummheit und deren traditionelles Weiterleben. Keineswegs ist die Dummheit bloß Abwesenheit von Verstand, bloß etwas Nichtvorhandenes, Negatives. Es ist darum auch falsch, Tiere dumm zu nennen, weil ihnen der Menschenverstand fehlt. Es gibt, bildlich gesprochen, im Kopf des Menschen keine leere Stelle; das soll heißen, kein Mensch leidet an Abwesenheit des Verstandes, der nicht dafür etwas anderes hätte: manche haben eine Art Instinkt, die meisten aber ganz positive, veritable Dummheit.

So wie sich die Ergebnisse der menschlichen Überlegung, Berechnung, Fürsorge durch Tradition weiter vererben, genau so hat die Menschheit ihre Einrichtungen traditioneller Dummheit.

Daß die Menschen Zustände haben, auf Grund deren Tausende ihrer Brüder in der glasharten Kälte ohne Obdach, ohne Arbeitslust oder äußere Arbeitsmöglichkeit, ohne rechte Nahrung sind, kommt von einer seit Jahrhunderten weiter vererbten und gesteigerten Dummheit; die Dummheit springt noch mehr in die Augen, wenn man die Wohltätigkeitsveranstaltungen sieht, die diesen Schrecknissen entgegengesetzt werden: die Blumentage im Sommer, die Wohltätigkeitsfeste und Bazare der vornehmen Gesellschaft im Winter, und die albern grausamen Ergebnisse dieser kindischen Bemühungen: die Asyle für Obdachlose, die Wärmehallen, die Zuchthäuser und die allerneueste Mißgeburt, die vom grünen Tische gefallen ist: der Arbeitszwang. Unter Menschen, die, wenn’s ginge, gar keine Liebe und gar keine Scham und gar kein Gefühl der Selbstachtung hätten, bloß unter Menschen mit Verstand bestünde in ihrervorn Verstand geleiteten Gesellschaft ein durchaus natürlicher Zwang zur Arbeit, der, wie jedes Stück Natur seine äußere und seine innere Seite hat: die Notwendigkeit zum Mittel der Arbeit zu greifen, um den Zweck des Lebensunterhalts zu erreichen, von außen; und die dem gesunden Organismus eingeborene Lust zur Betätigung und zum Fertigmachen von innen, von wo aus die Arbeit doch wieder kein bloßes Mittel, sondern ein Zweck ist. Hier ist übrigens der Augenblick zu merken, daß es eine bloße Verstandesgesellschaft natürlich nicht geben kann. Wo wirklicher gesunder Verstand ist, da ist auch gesunde Lust; und wo Lust ist, da sucht Kind wie Frau wie Mann sich Genossen der Lust, und wo Gleiche im Ausdruck des Gleichen geeint sind, da stellt sich die Erkenntnis der Gleichheit in aller Verschiedenheit und Getrenntheit ein, die Liebe heißt. Zum rechten Verstand gehört die rechte Liebe, wie die Bosheit sich neben der Dummheit spreizt.

Unter gesund entwickelten Menschen sieht die Fürsorge, die Ordnung, die Gemeinschaft immer so aus, daß außen eine Not ist, der von innen her die Lust antwortet und entspricht und daß diese Lust die Einrichtungen der Liebe und der Gemeinde schafft. Darum ist es in dieser wunderlich-schönen Welt so bestellt, daß gar nichts ein bloßes Mittel ist: was immer geschieht, aus Lust wird es getan, und in einer Wirtschaft solcher Menschen wird jedes Gefäß zum Kunstwerk, weil es nicht bloß geschaffen ist, um ein drängendes Bedürfnis zu befriedigen, sondern weil die Arbeitsfreude sich in jedem Gegenstand selbst darstellt und um jeden Gegenstand spielt. In solcher Wirtschaft und Gesellschaft sind Arbeit, Spiel und Sport, sind Gebrauchsgegenstand, Ornament und Arabeske immer beisammen, immer und in den verschiedensten Graden bereit, in einander umzuschlagen.

Auch in solcher Gesellschaft, wo die Arbeit selbst von Lust und Liebe unzertrennlich ist, wird es Feste geben, wo man die Werkelsachen ruhen läßt und sich der Freude und Gemeinschaft rein um ihrer selbst willen hingibt, wo man Innigkeit und Herzensbedürfnis und Jubel und Überschwang nicht mehr mit nützlichem, sondern mit erfundenem Werk verbindet, wo die Arbeit zum Tanz, der Entwurf zum Himmelssturm, die Lust zur Seligkeit wird. Da habt ihr nun, ihr Menschen der lieblich duftenden Neuzeit, da habt ihr nun zum Beispiel euren Verkehr und habt zum Beispiel eure Eisenbahnministerien. Wie wenig aber habt ihr damit begonnen, habt ihr nur bisher daran gedacht, aus diesen Tatsachen alles zu schöpfen, was darin liegt. Ihr habt lauter Dinge, lauter Einrichtungen, lauter Erfindungen und Möglichkeiten, die nicht sind, was sie sind, die mehr nicht sind als sind. Ihr habt Eisenbahnen, habt Telegraphen, habt Zeitungen: aber habt ihr Volksfeste, habt ihr Menscheitsfeste, habt ihr auch nur auf dem lumpigen Papier eine wahre Versammlung wahrer Menschheit? In euren Erfindungen lebt die Menschheit; aber ihr habt sie darin eingeschlossen, weil ihr sie nicht in euren Herzen, in eurem Bedürfen, in eurer Fülle, weil ihr sie nicht in euren Gemeinden und Versammlungen habt.

Als von euren großartigen Erfindungen und Möglichkeiten noch gar nichts da war, in den verrufenen primitiven Zeiten, wo man zu Fuß ging und allenfalls ein Pferd vors Wägelchen spannte, da war all das lebendig, was ihr jetzt gefangen gesetzt habt. Eine einfache Landkirche, wohin die Bewohner etlicher Dörfer sich sonntags begaben, ein Marktplatz in einem Städtchen oder der Raum um eine Dorflinde haben mehr von Kunst und Religion und Menschheit gesehen, als ihr euch mit all euren Wundermaschinen schaffen könnt, ihr Esel, die ihr Gefangenenwärter und armselig Gefangene in einer Person seid. – Früher stellten die Männer das Werkzeug in die Ecke und nahmen die Waffe oder den Stock zur Hand und gingen zum Thing. Da berieten sie über bestimmte Dinge der Gemeinschaft, und all ihre überschüssige Arbeitslust strömte nun zusammen zu den öffentlichen Angelegenheiten. So traten die Dorfgemeinden und die Stadtgemeinden zusammen, so gaben die Beauftragten Rechenschaft, so wurden neue Beauftragte ernannt, so gab es heiße Köpfe und Streit und Wut und Einigkeit und Beschluß. Und das war eine freie, öffentliche Sache, und jeder stand seinen Mann und stand bieder und ehrenfest in seinen Stiefeln und dachte und wirkte fürs gemeine Ganze.

Heute! heute geht ihr, alle fünf Jahre einmal, zur Wahl! Nichts wird euch vorgelegt, kein Gesetz, kein Entwurf, gar nichts. Ihr geht mit einem amtlichen Wahlkuvert ins Klosett, steckt behutsam einen Zettel mit vorgedrucktem Namen hinein, klebt zu, daß keiner sehe, was ihr denkt und beschließt, und werft das Briefchen in einen verschlossenen Topf. Was nun diese so gewählten Männer zu beschließen bekommen und wie sie sich entschließen, das geht euch nichts an, da habt ihr nicht mitzureden.Und die Männer sind so gewählt, wie es der Mehrheit entspricht: ein Recht der Minderheit, sich nun von der Mehrheit zu trennen und, sei’s auch nur auf diesem wahnsinnig verkehrten Wege dessen, was ihr Wahl heißet, eigenes durchzusetzen, gibt’s nicht. Die Mehrheit geht alle fünf Jahre ins Klosett, um abzudanken; die Minderheit hat nicht einmal dieses Recht, sie hat gar keines. Der Telegraph, es ist so sonnenklar, hat die Bestimmung in sich, getrennte Menschen zusammenzubringen, ihnen die Möglichkeit zu verschaffen, sich während ihrer Entschließungen in Verbindung zu halten. Heute dient er dazu, daß die Menschen nach geschehener Lächerlichkeit erfahren, diese Lächerlichkeit sei mit den und den Ergebnissen in ganz Deutschland vor sich gegangen.

Und welche Aufregung, welches Gegacker um dieses Windei alle fünf Jahre! Und wie setzt immer sofort die Enttäuschung und der Katzenjammer ein, bis nach fünf Jährlein die Narretei auflebt und so wieder und wieder. Und was sie für Worte haben für dieses feige, inhaltslose, knechtische, überdumme Getue: Wahlschlacht, Wahlsieg, Triumph; es ist, wie wenn sich Affen in einem Zeughaus Ritterrüstungen über das braune Fell gezogen hätten.

Es wohnt viel Dummheit bei den Völkern dieser Zeiten, viel Abgeschmacktheit und viel Schamlosigkeit. Aber gibt es denn wirklich noch Einfältigeres, noch Öderes, noch Plebejischeres als das, was sie Wahl nennen?

(Der Sozialist, 15.01.1912)

Friedrichshagener Dichterkreis

Gustav Landauer – Friedrich Hölderlin in seinen Gedichten (1922)

Gustav Landauer – „Treten wir aus dem Kapitalismus aus!“ (1913)

(Die drei Flugblätter des Sozialistischen Bundes, 1913)
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Benjamin Péret – Le déshonneur des poètes (1945)

Entretien avec B. Péret

Si l’on recherche la signification originelle de la poésie, aujourd’hui dissimulée sous les mille oripeaux de la société, on constate qu’elle est le véritable souffle de l’homme, la source de toute con-naissance et cette connaissance elle-même sous son aspect le plus immaculé. En elle se condense toute la vie spirituelle de l’humanité depuis qu’elle a commencé de prendre conscience de sa nature ; en elle palpitent maintenant ses plus hautes créations et, terre à jamais féconde, elle garde perpétuellement en réserve les cristaux incolores et les moissons de demain. Divinité tutélaire aux mille visages, on l’appelle ici amour, là liberté, ailleurs science. Elle demeure omnipotente, bouillonne dans le récit mythique de l’Esquimau, éclate dans la lettre d’amour, mitraille le peloton d’exécution qui fusille l’ouvrier exhalant un dernier soupir de révolution sociale, donc de liberté, étincelle dans la découverte du savant, défaille, exsangue, jusque dans les plus stupides productions se réclamant d’elle et son souvenir, éloge qui voudrait être funèbre, perce encore dans les paroles momifiées du prêtre, son assassin, qu’écoute le fidèle la cherchant, aveugle et sourd, dans le tombeau du dogme où elle n’est plus que fallacieuse poussière.

Ses innombrables détracteurs, vrais et faux prêtres, plus hypocrites que les sacerdoces de toutes les églises, faux témoins de tous les temps, l’accusent d’être un moyen d’évasion, de fuite devant la réalité, comme si elle n’était pas la réalité elle-même, son essence et son exaltation. Mais, incapables de concevoir la réalité dans son ensemble et ses complexes relations, ils ne la veulent voir que sous son aspect le plus immédiat et le plus sordide. Ils n’aperçoivent que l’adultère sans jamais éprouver l’amour, l’avion de bombardement sans se souvenir d’Icare, le roman d’aventures sans comprendre l’aspiration poétique permanente, élémentaire et profonde qu’il a la vaine ambition de satisfaire. Ils méprisent le rêve au profit de leur réalité comme si le rêve n’était pas un de ses aspects et le plus bouleversant, exaltent l’action aux dépens de la méditation comme si la première sans la seconde n’était pas un sport aussi insignifiant que tout sport. Jadis, ils opposaient l’esprit à la matière, leur dieu à l’homme ; aujourd’hui ils défendent la matière contre l’esprit. En fait, c’est à l’intuition qu’ils en ont au profit de la raison sans se souvenir d’où jaillit cette raison.

Les ennemis de la poésie ont eu de tout temps l’obsession de la soumettre à leurs fins immédiates, de l’écraser sous leur dieu ou, maintenant, de l’enchaîner au ban de la nouvelle divinité brune ou « rouge » – rouge-brun de sang séché – plus sanglante encore que l’ancienne. Pour eux, la vie et la culture se résument en utile et inutile, étant sous-entendu que l’utile prend la forme d’une pioche maniée à leur bénéfice. Pour eux, la poésie n’est que le luxe du riche, aristocrate ou banquier, et si elle veut se rendre « utile » à la masse, elle doit se résigner au sort des arts « appliqués », « décoratifs », « ménagers », etc. D’instinct, ils sentent cependant qu’elle est le point d’appui réclamé par Archimède, et craignent que, soulevé, le monde ne leur retombe sur la tête. De là, l’ambition de l’avilir, de lui retirer tout efficacité, toute valeur d’exaltation pour lui donner le rôle hypocritement consolant d’une sœur de charité.

Mais le poète n’a pas à entretenir chez autrui une illusoire espérance humaine ou céleste, ni à désarmer les esprits en leur insufflant une confiance sans limite en un père ou un chef contre qui toute critique devient sacrilège. Tout au contraire, c’est à lui de prononcer les paroles toujours sacrilèges et les blasphèmes permanents. Le poète doit d’abord prendre conscience de sa nature et de sa place dans le monde. Inventeur pour qui la découverte n’est que le moyen d’atteindre une nouvelle découverte, il doit combattre sans relâche les dieux paralysants acharnés à maintenir l’homme dans sa servitude à l’égard des puissances sociales et de la divinité qui se complètent mutuellement. Il sera donc révolutionnaire, mais non de ceux qui s’opposent au tyran d’aujourd’hui, néfaste à leurs yeux parce qu’il dessert leurs intérêts, pour vanter l’excellence de l’oppresseur de demain dont ils se sont déjà constitués les serviteurs. Non, le poète lutte contre toute oppression : celle de l’homme par l’homme d’abord et l’oppression de sa pensée par les dogmes religieux, philosophiques ou sociaux. Il combat pour que l’homme atteigne une connaissance à jamais perfectible de lui-même et de l’univers. Il ne s’ensuit pas qu’il désire mettre la poésie au service d’une action politique, même révolutionnaire. Mais sa qualité de poète en fait un révolutionnaire qui doit combattre sur tous les terrains : celui de la poésie par les moyens propres à celle-ci et sur le terrain de l’action sociale sans jamais confondre les deux champs d’action sous peine de rétablir la confusion qu’il s’agit de dissiper et, par suite, de cesser d’être poète, c’est-à-dire révolutionnaire.

Les guerres comme celle que nous subissons ne sont possibles qu’à la faveur d’une conjonction de toutes les forces de régression et signifient, entre autre choses, un arrêt de l’essor culturel mis en échec par ces forces de régression que la culture menaçait. Ceci est trop évident pour qu’il soit nécessaire d’insister. De cette défaite momentanée de la culture découle fatalement un triomphe de l’esprit de réaction, et, d’abord, de l’obscurantisme religieux, couronnement nécessaire de toutes les réactions. Il faudrait remonter très loin dans l’histoire pour trouver une époque où Dieu, le Tout-Puissant, la Providence, etc., ont été aussi fréquemment invoqués par les chefs d’Etat ou à leur bénéfice. Churchill ne prononce presque aucun discours sans s’assurer de sa protection, Roosevelt en fait autant, de Gaulle se place sous l’égide de la croix de Lorraine, Hitler invoque chaque jour la Providence et les métropolites de toute espèce remercient, matin et soir, le Seigneur du bienfait stalinien. Loin d’être de leur part une manifestation insolite, leur attitude consacre un mouvement général de régression en même temps qu’elle montre leur panique. Pendant la guerre précédente, les curés de France déclaraient solennellement que Dieu n’était pas allemand, cependant que, de l’autre côté du Rhin, leurs congénères réclamaient pour lui la nationalité germanique et jamais les églises de France, par exemple, n’ont connu autant de fidèles que depuis le début des présentes hostilités.

D’où vient cette renaissance du fidéisme ? D’abord du désespoir engendré par la guerre et de la misère générale : l’homme ne voit plus aucune issue sur la terre à son horrible situation ou ne la voit pas encore et cherche dans un ciel fabuleux une consolation de ses maux matériels que la guerre a aggravés dans des proportions inouïes. Cependant, à l’époque instable appelée paix, les condi-tions matérielles de l’humanité, qui avaient suscité la consolante illusion religieuse, subsistaient bien qu’atté-nuées et réclamaient impérieusement une satisfaction. La société présidait à la lente dissolution du mythe religieux sans rien pouvoir lui substituer hormis des saccharines civiques : patrie ou chef.

Les uns, devant ces ersatz, à la faveur de la guerre et des conditions de son développement, restent désemparés, sans autre ressource qu’un retour à la foi religieuse pure et simple. Les autres, les estimant insuffisants ou désuets, ont cherché soit à leur substituer de nouveaux produits mythiques, soit à régénérer les anciens mythes. D’où l’apothéose générale dans le monde, d’une part du christianisme, de la patrie et du chef d’autre part. Mais la patrie et le chef comme la religion, dont ils sont à la fois frères et rivaux, n’ont plus de nos jours de moyens de régner sur les esprits que par la contrainte. Leur triomphe présent, fruit d’un réflexe d’autruche, loin de signifier leur éclatante renaissance, présage leur fin imminente.

Cette résurrection de Dieu, de la patrie et du chef a été aussi le résultat de l’extrême confusion des esprits engendrée par la guerre et entretenue par ses bénéficiaires. Par suite, la fermentation intellectuelle engendrée par cette situation, dans la mesure où l’on s’abandonne au courant, reste entièrement régressive, affectée d’un coefficient négatif. Ses produits demeurent réactionnaires, qu’ils soient « poésie » de propagande fasciste ou anti-fasciste ou exaltation religieuse. Aphrodisiaques de vieillard, ils ne rendent une vigueur fugitive à la société que pour mieux la foudroyer. Ces « poètes » ne participent en rien à la pensée créatrice des révolutionnaires de l’An II ou de la Russie de 1917, par exemple, ni de celle de mystiques ou hérétiques du Moyen Age, puisqu’ils sont destinés à provoquer une exaltation factice dans la masse, tandis que ces révolutionnaires et mystiques étaient le produit d’une exaltation collective réelle et profonde que traduisaient leurs paroles. Ils exprimaient donc la pensée et l’espoir de tout un peuple imbu du même mythe ou animé du même élan, tandis que la « poésie » de propagande tend à rendre un peu de vie à un mythe agonisant. Cantiques civiques, ils ont la même vertu soporifique que leurs patrons religieux dont ils héritent directement la fonction conservatrice, car si la poésie mythique puis mystique crée la divinité, le cantique exploite cette même divinité. De même, le révolutionnaire de l’An II ou de 1917 créait la société nouvelle tandis que le patriote et le stalinien d’aujourd’hui en profitent.

Confronter les révolutionnaires de l’An II et de 1917 avec les mystiques du Moyen Age n’équivaut nullement à les situer sur le même plan, mais, en essayant de faire descendre sur terre le paradis illusoire de la religion, les premiers ne sont pas sans faire montre de processus psychologiques similaires à ceux qu’on découvre chez les seconds. Encore faut-il distinguer entre les mystiques qui tendent malgré eux à la consolidation du mythe et préparent involontairement les conditions qui amèneront sa réduction au dogme religieux et les hérétiques dont le rôle intellectuel et social est toujours révolutionnaire puisqu’il remet en question les principes sur lesquels s’appuie le mythe pour se momifier dans le dogme. En effet, si le mystique orthodoxe (mais peut-on parler de mystique orthodoxe ?) traduit un certain conformisme relatif, l’hérétique en échange exprime une opposition à la société où il vit. Seuls les prêtres sont donc à considérer du même œil que les tenants actuels de la patrie et du chef, car ils ont la même fonction parasitaire au regard du mythe.

Je ne veux pour exemple de ce qui précède qu’une petite brochure parue récemment à Rio de Janeiro : L’Honneur des poètes, qui comporte un choix de poèmes publiés clandestinement à Paris pendant l’occupation nazie. Pas un de ces « poèmes » ne dépasse le niveau lyrique de la publicité pharmaceutique et ce n’est pas un hasard si leurs auteurs ont cru devoir, en leur immense majorité, revenir à la rime et à l’alexandrin classiques. La forme et le contenu gardent nécessairement entre eux un rapport des plus étroits et, dans ces « vers », réagissent l’un sur l’autre dans une course éperdue à la pire réaction. Il est en effet significatif que la plupart de ces textes associent étroitement le christianisme et le nationalisme comme s’ils voulaient démontrer que dogme religieux et dogme nationaliste ont une commune origine et une fonction sociale identique. Le titre même de la brochure, L’Honneur des poètes, considéré en regard de son contenu, prend un sens étranger à toute poésie. En définitive, l’honneur de ces « poètes » consiste à cesser d’être des poètes pour devenir des agents de publicité.

Chez Loÿs Masson l’alliage religion-nationalisme comporte une proportion plus grande de fidéisme que de patriotisme. En fait, il se limite à broder sur le catéchisme :

Christ, donne à ma prière de puiser force

aux racines profondes

Donne-moi de mériter cette lumière

de ma femme à mes côtés

Que j’aille sans faiblir vers ce peuple

des geôles

Qu’elle baigne comme Marie de ses

cheveux.

Je sais que derrière les collines ton pas

large avance.
J’entends Joseph d’Arimathie froisser

les blés pâmés sur le Tombeau

et la vigne chanter entre les bras rompus

du larron en croix.

Je te vois : Comme il a touché le saule

et la pervenche

le printemps se pose sur les épines de la

couronne.

Elles flambent :

Brandons de délivrance, brandons

voyageurs

ah ! qu’ils passent à travers nous et qu’ils

nous consument

si c’est sur le chemin vers les prisons.

Le dosage est plus égal chez Pierre Emmanuel :

O France robe sans couture de la foi

souillée par les pieds transfuges et les

crachats

O robe de suave haleine que déchire

la voix tendre férocement des insulteurs

O robe du plus pur lin de l’espérance

Tu es toujours l’unique vêtement de ceux

qui connaissent le prix d’être nus devant

Dieu…

Habitué aux amens et à l’encensoir stalinien, Aragon ne réussit cependant pas aussi bien que les précédents à allier Dieu et la patrie. Il ne retrouve le premier, si j’ose dire, que par la tangente et n’obtient qu’un texte à faire pâlir d’envie l’auteur de la rengaine radiophonique française : « Un meuble signé Lévitan est garanti pour longtemps. »

Il est un temps pour la souffrance

Quand Jeanne vint à Vaucouleurs

Ah ! Coupez en morceaux la France

Le jour avait cette pâleur

Je reste roi de mes douleurs.

Mais c’est à Paul Eluard qui, de tous les auteurs de cette brochure, seul fut poète, qu’on doit la litanie civique la plus achevée :

Sur mon chien gourmand et tendre

Sur ses oreilles dressées

Sur sa patte maladroite

J’écris ton nom

Sur le tremplin de ma porte

Sur les objets familiers

Sur le flot du feu béni

J’écris ton nom…

Il y a lieu de remarquer incidemment ici que la forme litanique affleure dans la majorité de ces « poèmes », sans doute à cause de l’idée de poésie et de lamentation qu’elle implique et du goût pervers du malheur que la litanie chrétienne tend à exalter en vue de mériter les félicités célestes. Même Aragon et Eluard, jadis athées, se croient tenus, l’un, d’évoquer dans ses productions les « saints et les prophètes », le « tombeau de Lazare » et l’autre de recourir à la litanie, sans doute pour obéir au fameux mot d’ordre « les curés avec nous ».

En réalité, tous les auteurs de cette brochure partent sans l’avouer ni se l’avouer d’une erreur de Guillaume Apollinaire et l’aggravent encore. Apollinaire avait voulu considérer la guerre comme un sujet poétique. Mais si la guerre, en tant que combat et dégagée de tout esprit nationaliste, peut à la rigueur demeurer un sujet poétique, il n’en est pas de même d’un mot d’ordre nationaliste, la nation en question fût-elle, comme la France, sauvagement opprimée par les nazis. L’expulsion de l’oppresseur et la propagande en ce sens sont du ressort de l’action politique, sociale ou militaire, selon qu’on envisage cette expulsion d’une manière ou d’une autre. En tout cas, la poésie n’a pas à intervenir dans le débat autrement que par son action propre, par sa signification culturelle même, quitte aux poètes à participer en tant que révolutionnaires à la déroute de l’adversaire nazi par des méthodes révolutionnaires, sans jamais oublier que cette oppression correspondait au vœu, avoué ou non, de tous les ennemis – nationaux d’abord, étrangers ensuite – de la poésie comprise comme libération totale de l’esprit humain car, pour paraphraser Marx, la poésie n’a pas de patrie puisqu’elle est de tous les temps et de tous les lieux.

Il y aurait encore beaucoup à dire de la liberté si souvent évoquée dans ces pages. D’abord, de quelle liberté s’agit-il ? De la liberté pour un petit nombre de pressurer l’ensemble de la population ou de la liberté pour cette population de mettre à la raison ce petit nombre de privilégiés ? De la liberté pour les croyants d’imposer leur dieu et leur morale à la société tout entière ou de la liberté pour cette société de rejeter Dieu, sa philosophie et sa morale ? La liberté est comme « un appel d’air », disait André Breton, et, pour remplir son rôle, cet appel d’air doit d’abord emporter tous les miasmes du passé qui infestent cette brochure. Tant que les fantômes malveillants de la religion et de la patrie heurteront l’aire sociale et intellectuelle sous quelque déguisement qu’ils empruntent, aucune liberté ne sera concevable : leur expulsion préalable est une des conditions capitales de l’avènement de la liberté. Tout « poème » qui exalte une « liberté » volontairement indéfinie, quand elle n’est pas décorée d’attributs religieux ou nationalistes, cesse d’abord d’être un poème et, par suite, constitue un obstacle à la libération totale de l’homme, car il le trompe en lui montrant une « liberté » qui dissimule de nouvelles chaînes. Par contre, de tout poème authentique s’échappe un souffle de liberté entière et agissante, même si cette liberté n’est pas évoquée sous son aspect politique ou social, et, par là, contribue à la libération effective de l’homme.

Mexico, février 1945

Postface

Breton sur Péret :

Il fallait – on va voir pourquoi je pèse mes mots – il fallait un détachement à toute épreuve, dont je ne connais bien sûr pas d’autre exemple, pour émanciper le langage au point où d’emblée Benjamin Péret a su le faire. Lui seul a pleinement réalisé sur le verbe l’opération correspondante à la « sublimation » alchimique qui consiste à provoquer l’ « ascension du subtil » par sa « séparation d’avec l’épais ». L’épais, dans ce domaine, c’est cette croûte de signification exclusive dont l’usage a recouvert tous les mots et qui ne laisse pratiquement aucun jeu à leurs associations hors des cases où les confine par petits groupes l’utilité immédiate ou convenue, solidement étayée par la routine. Le compartiment étroit qui s’oppose à toute nouvelle entrée en relation des éléments significateurs figés aujourd’hui dans les mots accroît sans cesse la zone d’opacité qui aliène l’homme de la nature et de lui-même. C’est là que Benjamin Péret intervient en libérateur.

Jusqu’à lui, en effet, les poètes les plus grands s’étaient comme excusés d’avoir vu « très franchement une mosquée à la place d’une usine » ou avaient dû prendre une attitude de défi pour affirmer qu’ils avaient vu « une figue manger un âne ». Ils semblent, en proférant de telles paroles, garder le sentiment qu’ils commettent un viol, qu’ils profanent la conscience humaine, qu’ils enfreignent le plus sacré des tabous. Avec Benjamin Péret, au contraire, cette sorte de « mauvaise conscience » a pris fin, la censure ne joue plus, on excipe de « tout est permis ». Jamais les mots et ce qu’ils désignent, échappés une fois pour toute à la domestication, n’avaient manifesté une telle liesse. Il n’est pas jusqu’aux objets manufacturés que les objets naturels ne réussissent à entraîner dans la sarabande, les uns et les autres rivalisant de disponibilité. On est absolument quitte avec la vieillerie, avec la poussière. La joie panique est revenue. C’est toute la magie dans un verre de vin blanc :

Ce vin qui n’est blanc qu’au lever du soleil

parce que le soleil lui met la main dans les

cheveux

Tout est délivré, tout poétiquement est sauvé par la remise en vigueur d’un principe généralisé de mutation, de métamorphose. On ne se borne plus à célébrer les « correspondances » comme de grandes lueurs malheureusement intermittentes, on ne s’oriente et on ne se meut que par une réalisation ininterrompue d’accords passionnels.
J’en parle de trop près comme d’une lumière qui, jour par jour, trente ans durant, m’a embelli la vie. L’humour jaillit ici comme de source.

(Anthologie de l’humour noir, édition revue et corrigée, Paris, Jean-Jacques Pauvert, 1966, Livre de poche, pp. 384-385)

Péret sur Breton :

Je suis, à coup sûr, moins qualifié que quiconque pour parler d’André Breton parce que je ne pourrai jamais disposer du recul nécessaire pour apprécier une oeuvre qui m’est si amicalement proche depuis près de quarante ans. Il n’en est pas moins certain que nul n’a su comme lui, dégager l’amour sublime des ronces qui le dissimulaient et lui restituer un éclat d’autant plus vif qu’il le soumet à l’éclairage d’une lucidité exceptionnelle. De Nadja à Arcane 17, il ne cesse de s’insurger contre l’état des rapports entre l’homme et la femme dans les conditions sociales d’aujourd’hui. A juste titre, il découvre le principal obstacle au triomphe de l’amour sublime dans les restrictions apportées aux possibilités de choix d’un objet d’amour par le cloisonnement auquel les hommes sont soumis. C’est sa révolte initiale qui lui a permis de poursuivre une quête qui, d’espoir en désespoir, l’a conduit à la passion partagée, à « posséder la vérité dans une âme et un corps ».

(Anthologie de l’amour sublime, Paris, Albin Michel, 1956, p. 368)

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