Abwärts n°1



INHALT

2 ZEN DER RICHTUNGSWAISEN. Katja Horn
in der wortschmiede für den schlüsselsatz zur freiheit

3 FEIGHEIT VOR DEM VOLK. Guillaume Paoli
Wahrscheinlich ist das die sonderbarste Errungenschaft der Gegenwart: Die meisten Menschen sind unsichtbar gemacht worden.

5 SPIELERISCH LINKS. Helmut Höge
Da drunter breitet sich jedoch ein diffuses Gefühl aus, daß es nicht mehr lange so weiter gehen kann.

9 100 JAHRE 1. WELTKRIEG (Teil I). Torsten Schleip
Da auch zu den besten Zeiten nicht alle gewinnen können, wachsen mit der vermeintlichen Ruhe zwangsläufig die Widersprüche.

11 DIE VERSCHLOSSENEN AUSTERN TAUCHEN AB. Die Rolle der Inlandsnachrichtendienste im NSUKomplex. Heike Kleffner
Zwei Jahre später ist dieses Versprechen noch immer nicht eingelöst.

13 ÜBERWACHUNGSSTAAT ODER „WEHRHAFTE DEMOKRATIE“. Wie prägen Geheimdienste die Gesellschaft (Teil I). Thomas Klein
Die Neigung der Deutschen in der Berliner Republik zu tätiger Empörung gegen die Obrigkeit hält sich sehr in Grenzen.

18 UMSCHWINGER UMSCHWINGEN. Wie Geheimdienste lästige Arbeiten wie das Zersetzen sozialer Bewegungen effektiv an Nichtregierungsorganisationen auslagern. Jenz Steiner
Krisengebiete sind die neuen Goldminen.

21 68 JAHRE SPÄTER. Jannis Poptrandov
Die Sinti und Roma-Brigaden haben sich die Reichtümer Südbayerns und Mittelostschwabens mehr als verdient.

22 GRIECHENLAND MUSS STERBEN – DAMIT WIR LEBEN KÖNNEN. Jazra Khaleed
Manche beginnen damit, daß Nachbarn sich zusammentun, um denen zu helfen, die sich in größerer Not befinden.

26 RESIGNATION UND PROPAGANDA. Kai Pohl
Einer zieht polnische / Habermasgänse, / einer
zieht Röhren / für die Hirschproduktion, / einer spült Schweißtücher / kuschelweich.

27 TROJANISCHE PFERDE. Die Karawane von FIFA und IOC erreicht Brasilien. Volker Eick
Der Vertrag zwischen Condor und den Sicherheitsbehörden Brasiliens umfasst die Lieferung von Pfefferspray, 2.000 Kurz- und 500 Fernwaffensystemen zum Abschuss von Gasgranaten und Tränengas sowie 1.800 Taser-Waffen und rund 8.300 Blendschock- und Akustikgranaten.

32 DIE AXT IM HAUSE. Matthias Hering
Dann nehm wa dit Kabriolet, fahr zum Fluß, schütteln dit Tütchen außßu den Fischchen, müssen ja ooch wat zu knappern ham, und dann nach Polen in Puff.

33 WARUM IST ES AM RHEIN SO SCHÖN? Frau Dr. Ute Bratz gibt Rat (Teil I).
Haben Sie sich mal gefragt, ob ein Volkslied aus den Zwanzigerjahren, komponiert von Herren mit Namen wie Adolf von Bergsattel und Franz Suppan, so charmant ist?

34 LITERATUR DICH SELBST INS KNIE. Bert Papenfuß
Die Elite ist der Abschaum des Durchschnitts durch und durch.

35 ENSEMBLE. Elke Erb
Ich entsinne mich nicht, daß wir das Aufbaulied auswendig zu lernen gehabt hätten. Und die andere Seite: Ich war keine Brecht-Verehrerin.

Zeichnungen von Frank Diersch

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Basisdruck

Rémy de Gourmont – Le latin mystique : les poètes de l’antiphonaire et la symbolique au moyen âge (1892)

Franz Jung – Ernst Fuhrmann – 70 Jahre

Ernst Fuhrmann – 70 Jahre

In diesen Tagen wird Ernst Fuhrmann 70 Jahre alt. Von seiner Wohnung in Flushing geht der Blick über das Gelände, das vom Flugplatz La Guardia zum Wasser hin abfällt, Tor in die Welt, von der Fuhrmann sich schon seit vielen Jahren zurückgezogen hat, vor bald 20 Jahren, als er als Flüchtling vor dem Hitler-Regime nach den Staaten gekommen war. Das Zimmer bietet noch gerade Raum für einen Stuhl, den Tisch mit der Schreibmaschine und einen Divan, der allerdings erst vorn Manuskripten, Zeichnungen und Photos geräumt werden muss, wenn selten genug ein Besucher kommt, der Platz nehmen soll.
Die meisten dieser Besucher kommen aus Israel, Mitarbeiter und Angestellte der Regierungsinstitute und Laboratorien, die sich mit Bodenuntersuchung, Fruchtfolge im Anbau und der Besiedlung des Negeb befassen. Ihre Grundplanung ist Fuhrmanns biologischer Perspektive stark beeinflusst, viele dieser Beamten sind Freunde Fuhrmanns aus alter Zeit. So vollgetropft die Wohnung mit Büchern, Manuskripten und Bildatlanten ist, so ist doch noch Raum vorhanden für die Pflanzen, mit und an denen Fuhrmann experimentiert. Anstelle eines landoffenen Laboratoriums, das ihm Henry Wallace seinerzeit zur Verfügung stellen wollte und später der Farmerverband in Iowa, arbeitet Fuhrmann lieber im kleinsten Rahmen in einer Ecke im Zimmer, an Pflanzstoffversuchen, die an isch eine Lebenszeit brauchen, ehe sie schlüssige Erkenntnisse bringen können.
Ernst Fuhrmann, in Hamburg als Sohn einer begüterten Kaufmannsfamilie geboren, ist heute in seiner Generation einer der umstrittensten Persönlichkeiten, von der anthropologischen Berufswissenschaft gehasst, von der orthodoxen Biologie mit Misstrauen betrachtet und von einer kleinen Schar von Anhängern und Freunden auf den Schild gehoben; wie so oft für die Charakteristik eines Außenseiters kämpft Fuhrmann gegen seine Freunde und ignoriert seine Feinde.
In weiteren Kreisen bekannt geworden ist Fuhrmann erstmalig nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs als Leiter des Folkwang Museums in Hagen. Das von dem Siegener Industriellen Hirschland mit einer Millionenstiftung ins Leben gerufene Folkwang Museum ist als ein Forschungs- und Sammlungs-Zentrum vorhistorischer Kulturen im Ausland bekannter geworden als in Deutschland, wo erst die Inflation die Mittel aufgezehrt, später das Hitlerregime die Bestände verschleudert und schliesslich der Alliierten die Restbände vernichtet hat.
Von Fuhrmann stammt aus dem Folkwang-Verlag die Sammelreihe „Material zur Kultur- und Kunstgeschichte aller Völker-Kulturen der Erde (Bildwerke)“. Diese Bände sind heute noch in jeder grösseren Bibliothek der Welt vorhanden, dagegen kaum noch in Deutschland. Daneben existieren Dutzende von Sonderstudien über vergleichende Sprach- und Lautforschung der Ursprachen, Sammelwerke über die Bildwerke der Osterinsel, den vorgeschichtlichen Grabbau und die Mayakultur. Schon Ende der 20er Jahre, als das Folkwang-Museum zu einem Schattendasein aus Mangel an Mitteln herabgesunken war, hatten Freunde versucht, durch Gründung einer „Ernst Fuhrmann-Gesellschaft“, in der so verschiedenartige Persönlichkeiten wie der Kulturphilosoph Pannwitz und der finnische Komponist Sibelius vertreten waren, in einer auf 10 Bände berechneten Gesamtausgabe die Arbeiten zu sammeln.
Der Vorschatten des Hitlerregime machte diesen Bemühungen ein Ende. Hitler passste die Richtung nicht, noch weniger der Autor, der in einem Essay in der Frankfurter Zeitung die These vertreten hatte, dass als die reinen Teutonen die Franzosen anzusprechen seien, während das, was man gemeinhin als germanisch – deutsche Rasse zu bezeichnen beginnt, eine rassisch vielfältig zusammengesetzte Mischung aus Ausgestossenen, Minderwertigen und Zurückgelassenen, den „Fusskranken“ der Völkerwanderung.
Nach weiteren 20 Jahren hat wiederum der inzwischen weiter stark eingeschränkte Freundeskreis eine Vorstoss gewagt und eine zweite Sammelausgabe „Neue Wege“, diesmal in 5-Bänden ermöglicht. Sie ist entweder vom Autor selbst (35-05 Parsons Boulevard, Flushing) oder in Hamburg vom Verlag Wilhelm Arnold zu beziehen.
Ernst Fuhrmann schuf ein umfangreicher Lebenswerk, auf das er heute zurückblickt. In den Verzweigungen und Ausblicken von phantastischen Ausmass besteht es aus einem ständigen Sammeln und Aneinanderreihen von Erkenntnissen, die sicherlich einmal bei irgendwem und irgendwann auf fruchtbaren Boden fallen und aufgehen werden. Ein erbarmungsloser Kampf des Autors gegen eine Umwelt, die ihn zu erdrücken beginnt… wenn es mir erlaubt ist zu sagen, in den Schrecknissen der immer bitter werdenden Vereinsamung. Für die Gegner und Zweifler und die grosse Masse der völlig Uninteressierten sollte dieser Augenblick des Gedenkens an Ernst Fuhrmann en Teil der Achtung sein, die wir später einmal ihm schulden werden… alle.

Franz Jung.
San Francisco.

Aufbau, 26. Oktober 1956.

L’actualité de l’analyse économique de Rosa Luxemburg (Mylène Gaulard)

Le Vent de la Révolte

QU‘EST CE QUE C‘EST ?
« Le Vent de la Révolte » est un film documentaire engagé sur les communautés indigènes bouleversées par l’industrialisation de parcs éoliens dans l’Isthme de Tehuantepec au Mexique. Sur place, les populations se mobilisent pour la défense de leur territoire, pour préserver leurs modes de vie. Au travers de la rencontre avec des personnages impliqués dans le conflit, pêcheurs, paysans, croquis d’une situation qui pointe les dérives des accords de Kyoto.

SYNOPSIS :
Ça se passe au Sud du Mexique, dans l’Isthme de Tehuantepec. Une vaste plaine parsemée d’immenses lagunes, occupée par des populations indigènes, que des multinationales de l’éolien sont en train d’investir. Près de 800 éoliennes y sont déjà en activité, à terme le projet est d’en implanter 5000, transformant l’Isthme en parc mono-industriel, le plus grand site éolien de tout le continent américain.
Les communautés indigènes se retrouvent devant le fait accompli, dépossédées de leurs territoires et confrontées à des nuisances écologiques inattendues, tenues à l’écart de décisions qui vont pourtant entraîner des conséquences irréversibles sur leur mode de vie : aucune consultation publique, aucune étude sur les conséquences, tout se joue en secret entre des élus notoirement corrompus et les compagnies multinationales. Des vigiles en uniforme interdisent désormais l’accès à des terres auparavant communes, des pistoleros menacent les opposants, des campagnes de calomnie médiatique et de répression policière se multiplient à leur encontre : L’énergie propre s’impose par des procédés plutôt sales…
Le gouvernement mexicain n’en a cure, qui récupère dans cette affaire des bons carbone. Quand à l’électricité produite par ces champs éoliens, elle n’est nullement destinée à la consommation locale mais à d’autres multinationales, agroalimentaires comme Coca-Cola, Heineken, ou de grande distribution comme Wal-Mart, Soriana… Pour comble, les multinationales qui s’approprient peu à peu l’Isthme sont espagnoles, ce qui réveille de douloureux souvenirs dans cette antique terre de rebéllion…
Comment les indigènes résistent à ce qu’ils ressentent comme une autre invasion coloniale, et au nom de quelle vision du monde irréductible aux critères de rentabilité occidentale, voilà ce que ce que raconte «Le Vent de la Révolte».

À QUOI VA SERVIR LE FINANCEMENT ?
Nous avons besoin de tourner car les constructions s’accélèrent et les luttes s’amplifient de jour en jour. Nous avons donc besoin de financer le tournage et commencer le montage du film. Pour finaliser le film, nous devrons également louer un banc de montage et un studio de mixage et d’étalonnage.

MOT DU RÉALISATEUR
Mon intérêt pour le monde indigène du Mexique m’a poussé vers l’Isthme de Tehuantepec durant l’hiver 2010. Une région où les Zapotèques et les Ikots ont développé des formes de vie qui ont survécu à cinq siècles de colonisation. Une région charnière entre Amérique du Nord et Amérique centrale, entre Golfe du Mexique et Océan Pacifique, objet de convoitises multiples de la part des investisseurs.
On éprouve dans l’Isthme la sensation de vivre sur d’autres rythmes que ceux de la métropole occidentale, et selon des valeurs communautaires fortes. Pourtant, la logique de la société industrielle est en train d’y pénétrer avec violence, brisant les solidarités et les liens au territoire.
J’assistais à la révolte grandissante des indigènes face au mégaprojet éolien, qui finit par prendre une dimension régionale. A partir de mai 2012 j’ai filmé divers moments de cette lutte avec le soutien d’une équipe sur place.
Ce que je veux donner à voir, c’est ce choc des mondes. Comment l’intrusion brutale d’entreprises hors sol bouleverse un univers obéissant à une autre logique, et risque de faire basculer ces mondes indigènes dans la misère sociale, entraînant une déshumanisation qui pointe déjà son nez dans certains endroits sous diverses formes symptomatiques (violence, alcoolisme, drogues, prostitution, pollution, consumérisme). Ce qui amène fatalement à interroger la question des énergies dites alternatives selon une perspective plus large.
Le film a pour objectif d’être diffusé le plus largement possible, dans les festivals, les salles de cinéma et les réseaux associatifs…

QUI EST DERRIÈRE CE PROJET ?
Alèssi Dell’Umbria est tout à la fois chroniqueur, auteur, réalisateur, défenseur des langues et cultures minoritaires, il porte sur le monde un regard engagé et sans concession.

Source



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