La fin du capitalisme

(Simplicissimus, 6. Mai 1919)

Rolf Kauffeldt – Zur jüdischen Tradition im romantisch-anarchistischen Denken Erich Mühsams und Gustav Landauers (1984)

Rolf Kauffeldt, „Zur jüdischen Tradition im romantisch-anarchistischen Denken Erich Mühsams und Gustav Landauers“, Bulletin des Leo Baeck Instituts, vol. 69, 1984, S. 610-623.

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Emil Szittya – Selbstbiographie

Ich vagabundierte in meiner Jugend zu Fuß durch Österreich, Deutschland, die Schweiz, Italien, Frankreich, Belgien, Holland und Spanien. Ich kenne in diesen Ländern alle Museen und viele Intellektuelle. Ich gründete 1909 zusammen mit Blaise Cendrars „Les Hommes Nouveaux“ in Paris und wir waren die ersten, die Chagall lancierten. (Ich selbst habe übrigens den ersten Aufsatz, der über Chagall erschien, geschrieben).
1915 hatte ich eine Zeitschrift mit Hugo Kersten in Zürich „Der Mistral“, über die sogar Romain Rolland, wenn auch ablehnend, schrieb. Mitarbeiter an dieser Zeitschrift waren u. a. Apollinaire, Marinetti, Georg Trakl, Hugo Ball und Carl Sternheim. Man betrachtet diese Zeitschrift als Vorläufer des Dadaismus (was sie nicht war) und man behauptet deshalb mit Unrecht, dass ich selbst auch Dadaist war. 1919 hatte ich mit Paul Baudisch eine Zeitschrift in Wien, „Horizont Hefte“, 1934 erschien meine anti-Hitlerische Zeitschrift, „Die Zone“, in Paris.
Das „Kuriositätenkabinett“ wurde missverstanden. Kürzlich nannte es Dr. Raabe in dem Vorwort zu der Neuausgabe von „Die Aktion“, immerhin ein wichtiges Quellenbuch für die Zeitgeschichte. Wie Sie wissen, war ich Mitarbeiter der „Aktion“, aber auch von Querschnitt, Kunstblatt, Weltkunst und einer Anzahl deutscher Zeitungen.
Mein Buch „Selbstmörder“ ist die erste Kulturgeschichte in allen Zeiten und allen Ländern. Mein Roman „Klaps“, der bei Kiepenheuer erschien, ist einer von zwölf Romanen, die ich in den letzten 60 Jahren schrieb. Leider sind die anderen elf Bände noch nicht erschienen.
Seit 1930 schrieb ich meistens französisch, u. a. über Brecht in „Europe“, über Soutine in „Lettres Françaises“ und über Cendrars dort und im „Mercure de France“.
Wissen Sie, dass ich seit über 50 Jahren auch male, aber es bisher immer verschwiegen habe? Ich habe einige Hundert Bilder gemalt. Vor einem Jahr haben mich Freunde gezwungen in Paris auszustellen und später hatte ich eine Ausstellung in Zürich.
Was soll ich Ihnen noch erzählen? In einigen Monaten werde ich 78 Jahre alt und habe immer noch materielle Sorgen. Vielleicht bin ich selbst viel schuld daran. Ich war nie sehr geschickt in Geldsachen.
Es grüßt Sie herzlich Ihr
Emile Szittya

(Brief an Manfred George, in: Aufbau, 18. Dez. 1964.)

זאָג ניט קיין מאָל

Zog Nit Keynmol

(via)

Un voleur acrobate



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